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Notfallkarte

Eine Notfallkarte kann in einer Notsituation wertvolle Minuten einsparen und dem Rettungspersonal wichtige Informationen über Vorerkrankungen & Co. liefern. Die Karte ist sowohl im Scheckkartenformat als auch als DIN A4-Version für die eigenen vier Wände erhältlich und kann auch dazu beitragen, dass die Versorgung pflegebedürftiger Personen sichergestellt ist, wenn Angehörige einen Unfall haben.
Besonderheiten
  • verschiedene Formate
  • Infos zu Vorerkrankungen
  • ideal für pflegende Angehörige
  • keine Formvorgaben
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Die Notfallkarte erleichtert im Ernstfall die medizinische Versorgung oder dient als Hinweis, dass pflegebedürftige Personen zu Hause warten.
  • Die Karte gibt es in vielfältigen Versionen und Formaten für die Geldbörse oder im A4-Format für zu Hause.
  • Im Idealfall enthält die Karte auch Hinweise auf den Aufbewahrungsort einer Patientenverfügung sowie Kontaktpersonen.

Die Notfallkarte für unterwegs

Passiert unterwegs ein Unfall, bei dem man sich selbst nicht mehr verständigen kann, erleichtert eine Notfallkarte die medizinische Versorgung ungemein. Am besten besteht die Karte aus stabilem Kunststoff und wird in der Geldbörse aufbewahrt. Sie enthält alle wichtigen Angaben, die bei der Behandlung durch einen Rettungsdienst von Bedeutung sind:

  • Einnahme besonderer Medikamente
  • Allergien
  • genutzte Hilfsmittel
  • Datum des letzten Krankenhausaufenthalts
  • Vorerkrankungen
  • Hausarzt
  • Blutgruppe
  • Kontaktperson
  • eigene Adressangabe

Papier oder Plastik?

Besonders wichtig ist natürlich, dass die Karte im Notfall auch wirklich gefunden wird. Praktisch ist es daher, die Karte z. B. als Aufkleber an die Krankenkassenkarte zu heften. Diese wird spätestens bei der Einlieferung in ein Krankenhaus ohnehin gesucht werden. Allerdings reibt sich der Aufkleber bei Gebrauch schnell ab und muss eventuell zwischendurch mal erneuert werden.

Den Ausweis aus Papier gibt es in verschiedenen Versionen im Internet zum Ausdrucken. Auch hier ist die Haltbarkeit begrenzt. Abhilfe schafft allerdings das Laminieren der Karte, sodass die Schrift auch nach längerer Zeit noch erkennbar ist.

Eine professionelle Karte im Scheckkartenformat ist hingegen in der Regel mit einer Mitgliedschaft verknüpft und daher nicht kostenlos zu haben.

Als App

Neben der Karte im Scheckkartenformat gibt es die Notfallkarte inzwischen auch als App. Diese ist z. B. als Notfallpass bekannt und lässt sich auch so einstellen, dass ein Zugriff möglich ist, wenn das Telefon eigentlich gesperrt ist. Die App bietet deutlich mehr Platz als eine klassische Karte, teilweise ist sogar das Hinterlegen von Dokumenten vorgesehen.

Notfallcheckliste für zu Hause

Auch in den eigenen vier Wänden ist eine Notfall-Checkliste hilfreich. Diese bringt man am besten an einem leicht zugänglichen Ort an, sodass Sanitäter diese problemlos entdecken und einsehen können. Die Checkliste dient ebenfalls der Notfallbehandlung, kann aufgrund des Formats allerdings weiterführende Informationen zu Allergien, Vorerkrankungen oder einer Patientenverfügung sowie folgende Daten enthalten:

  • Name des Hausarztes
  • Daten der Kontaktperson
  • Vorerkrankungen
  • aktuelle Medikamenteneinnahmen
  • Informationen zu genutzten Hilfsmitteln
  • Besonderheiten wie Demenz, Herzschrittmacher etc.
  • ggf. Angaben zur Organspende
  • Blutgruppe und Rh-Faktor

Notfallkarte für pflegende Angehörige

Menschen, die eine*n Angehörige*n pflegen, tragen eine ganz besondere Verantwortung. Werden sie nicht von einem ambulanten Pflegedienst unterstützt, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass sie hilflos zu Hause sind, wenn die pflegende Person einen Unfall erleidet. Daher ist es für die pflegende Person durchaus sinnvoll, sich eine Notfallkarte in das Portemonnaie zu stecken. Diese weist einerseits darauf hin, dass du einen Angehörigen pflegst und benennt zudem eine Kontaktperson, die im Notfall informiert werden kann.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, für diese Person eine kleine Liste mit den wichtigsten Infos und To-do’s zu erstellen:

  • Essenszeiten
  • Telefonnummer des Pflegedienstes, Hausarzt, Fachärzten
  • Aufbewahrungsort wichtiger Dokumente
  • Informationen zu Vorerkrankungen
  • Dokumenten wie Krankenversicherungskarte, Patientenverfügung, Schwerbehindertenausweis etc.
  • Dokumentation des Pflegealltags
  • Medikamentengabe

Notfallkarte für das Kind

Vor allem kleine Kinder können sich nicht immer ausreichend artikulieren. Auch hier ist eine Notfallkarte sinnvoll, die Eltern z. B. auch als Umhängebeutel gestalten können. Diese Karte enthält nicht nur die wichtigen Informationen über das Kind (Allergien, Medikamente, Erkrankungen), sondern auch

  • vollständigen Namen des Kindes
  • Geburtsdatum
  • Namen der Eltern
  • Kontaktdaten
  • ggf., ob das Kind bereits sprechen kann

Es ist durchaus sinnvoll, die Karten an verschiedenen Orten zu platzieren, an denen sich das Kind häufiger aufhält oder in Gegenständen, die es regelmäßig mitführt.

Daneben gibt es spezielle Notrufkarten für Kinder, die das Wählen des Notrufs Schritt für Schritt erklären. So wissen schon die Kleinen, dass sie im Falle eines Unfalls einen Beitrag leisten und selbstständig Hilfe rufen können. Auf der Rückseite ist dann zudem Platz für die wichtigen Telefonnummern von Oma und Opa und den Eltern.

Kontaktpersonen benennen

Vor allem, wenn es um die Pflege Angehöriger oder auch das Versorgen eines Haustieres geht, ist es wichtig, eine Kontaktperson zu benennen, die telefonisch gut erreichbar ist und einen Schlüssel zur eigenen Wohnung besitzt. Frage diese Person zunächst um Erlaubnis, ob ihr Name auch genannt werden darf. Schließlich geht es im Notfall darum, organisatorische Aufgaben zu übernehmen.

Es schadet in jedem Fall nicht, mit Kontaktpersonen auch persönlich zu sprechen und diesen z. B. den Aufbewahrungsort einer Patientenverfügung mitzuteilen. Je umfangreicher und schneller Rettungsdienste im Notfall informiert werden, desto wahrscheinlicher ist eine optimale Hilfeleistung.

Für Haustiere

Auch Haustiere sind auf die Hilfe von Menschen angewiesen. Bei einem Unfall mit anschließendem Krankenhausaufenthalt müssen Hund, Katze oder andere Kleintiere weiterhin versorgt werden. Auch hier ist eine Notfallkarte mit dem Hinweis sinnvoll, dass zu Hause ein Haustier wartet. Eine Kontaktperson kümmert sich dann um die Versorgung des geliebten Haustieres.

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