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aktualisiert 02.02.2012
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Saarland
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Das Saarland hat acht Pflegestützpunkte eröffnet. Bürgerinnen und Bürger erhalten künftig dort leicht zugängliche Beratung und Information sowie Entscheidungshilfen in Fragen der Altenhilfe und Pflege. Die Pflegestützpunkte sollen eine umfassende und unabhängige Auskunft und wettbewerbsneutrale Beratung zu Rechten, Pflichten, Sozialleistungen und Hilfsangeboten gewährleisten, im Einzelfall die in Frage kommenden Hilfs- und Unterstützungsangebote koordinieren und auf eine Vernetzung der Angebote in der Region hinwirken. Wer selbst pflegebedürftig ist oder pflegebedürftige Angehörige hat, erhält in den Pflegestützpunkten alle wichtigen Antragsformulare, Informationen und konkrete Hilfestellungen. Wenn etwa eine Wohnung altengerecht umgebaut werden muss, beraten die Pflegeberatungskräfte über mögliche Zuschüsse der Pflegekasse.
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Wo Sie bereits heute kompetente und umfassende Hilfe in den Pflegestütz- punkten erhalten, erfahren Sie durch einen Klick auf den Stadtnamen.
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Wenn ein geeignetes Pflegeheim gesucht wird, hat das Beratungspersonal den Überblick und kann helfen. Und wenn man mehr wissen möchte über die ehrenamtlichen Angebote in der Kommune, kann auch hierzu geholfen werden. Im Pflegestützpunkt soll auf Wunsch des Einzelnen das gesamte Leistungsgeschehen für Pflegebedürftige koordiniert werden. Für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen ist das eine erhebliche Entlastung.
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Das Saarland grenzt im Norden und Osten an das Land Rheinland-Pfalz, im Süden an Frankreich und im Westen an Luxemburg. Es hat eine Fläche von 2.568,70 km² und 1.036.598 Einwohner. Die Hauptstadt des Saarlandes ist Saarbrücken mit 176.452 Einwohnern
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Das Saarland beherbergt einige Boden- und Baudenkmäler von europäischem Rang, in der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO ist z.B. die historische Völklinger Hütte oder die restaurierte römische Villa bei Borg zu finden.
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Das Saarland hat politisch und geschichtlich eine bewegte Vergangenheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Gebiet des heutigen Saarlandes bis 1947 zur französischen Besatzungszone. Im Jahre 1947 wurde das Gebiet unter dem Namen „Saarland“ eine autonome Region in den heute noch gültigen Grenzen. Nach einer Volksabstimmung im Jahre 1955 trat das Saarland 1957 der Bundesrepublik Deutschland bei. Wollen Sie mehr wissen über die bewegte Geschichte des Saarlandes, dann lesen Sie weiter unten weiter
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Die bewegte Geschichte des Saarlandes Vor 170 Jahren gab es das Saarland noch nicht, weder als politische, noch als kulturelle oder wirtschaftliche Einheit. Die Regierungen saßen außerhalb und das Gebiet an der Grenze zu Frankreich war für sie "Provinz". Zwischen diesen Gebieten gab es vor 1834 noch richtige Zollgrenzen. Erst danach verschwanden die Schlagbäume, die Zöllner und die Kontrollen zwischen Bayern und Preußen. Und erst ab 1851 passierten die Menschen die Grenze zu Oldenburg - zu Fuß, zu Pferd oder in der Kutsche. Nun konnte sich auch die Wirtschaft entfalten, vor allem die Kohlegruben, die Eisenwerke und die Glashütten. Sie waren bis zu jenem Zeitpunkt noch relativ unbedeutend. Die meisten Menschen lebten damals immer noch von der Landwirtschaft. Aber das sollte sich bald ändern!
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Der wirtschaftliche Aufschwung um 1850 brachte in den Saargruben die neueste Erfindung der damaligen Zeit ein: die Dampfmaschine. Der Schachtbau löste den veralteten Stollenbau ab und der Bedarf an Arbeitskräften stieg - trotz dieser Innovationen. Denn durch den Wegfall der Zollschranken zwischen Bayern und Preußen öffnete sich für die Saargruben ein neuer und wichtiger Absatzmarkt: Süddeutschland. Auch die Saarhütten arbeiteten mit der Dampfmaschine. Dadurch wurden sie unabhängig von der Wasserkraft und konnten ihre Standorte frei wählen. Da die einheimischen Erzgruben versiegten, bezogen sie von nun an ihren wichtigen Rohstoff von der Lahn. Statt Holzkohle benutzten sie Koks, hergestellt aus der Saarkohle.
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Die technischen Voraussetzungen waren jetzt also gut, die Verkehrsinfrastruktur jedoch schlecht. Eine Lösung dieses Problems schaffte erst die "Dampfmaschine auf Rädern", die Eisenbahn. Nahe der Eisenbahnstrecke entstanden neuen Gruben und Glashütten mit direktem Eisenbahnanschluss. Auch die 1856 gegründete Burbacher Hütte konnte nicht nur die Saar, sondern auch die Eisenbahn für ihre Transporte benutzen. Und als zehn Jahre später die Saar kanalisiert war, hatte das Saar-Revier sogar einen Anschluss an das französische Kanalnetz.
Mit der Industrialisierung setzte eine wahre Völkerwanderung ein. Verarmte Bauern und Handwerker zogen in das Industrierevier, andere behielten ihren Wohnsitz in den ländlichen Gebieten des heutigen Nordsaarlandes, des Hunsrücks oder der Westpfalz. Sie lebten die Woche über als Einlieger bei Familien oder in den Schlafhäusern der Gruben.
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Um die Versorgung sicher zu stellen, betrieben viele Bergleute nebenher noch eine kleine Landwirtschaft. Sie wurden Bergmannsbauern, bewirtschafteten mit ihren Familien im Nebenerwerb Felder und Gärten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnten die Saargruben ihre Produktion vervielfachen, jedoch nicht so stark wie an der Ruhr. Wichtigster Abnehmer waren nach wie vor die Saarhütten.
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Gleichzeitig orientierten sich die Saarhütten nach Westen. Der Saar-Lor-Lux-Raum bekam in dieser Zeit Konturen. Die Saarhütten erwarben im luxemburgisch-lothringischen Grenzgebiet und in Westlothringen eigene Erzfelder, von denen sie Minette-Erze bezogen. erleichtert wurde dies durch die Annexion Elsass-Lothringens 1871. Die phosphorhaltige Minette war jedoch erst durch das 1879 erfundene Thomas-Verfahren in größerem Umfang nutzbar. In den beiden letzten Jahrzehnten des Jahrhunderts errichteten die Saarhütten in Westlothringen und Luxemburg auch eigene Hütten. Von ihnen bezogen sie den größten Teil des Roheisens.
Größter Arbeitgeber an der Saar war - als Eigner der Kohlengruben - der preußische Staat. Preußen war damit nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich bestimmend und setzte diese Macht auch bewusst ein. Erst nach dem Krieg 1870/71 gab es im Saarrevier Anfänge einer Arbeiterbewegung.
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Bis zum Machtantritt Hitlers waren sich fast alle Saarländer einig: in der vom Versailler Vertrag vorgesehenen Abstimmung wollte man für die Rückkehr zum "angestammten Vaterland" stimmen. Erst die Machtergreifung der Nationalsozialisten brach diese gemeinsame Haltung auf.
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Die Abstimmung am 13. Januar 1935 wurde durch eine Abstimmungskommission des Völkerbundes und unter dem Schutz einer internationalen Truppe durchgeführt. 90,7 % der Saarländer entschieden sich für die Rückgliederung. Hitler hatte seinen ersten großen außenpolitischen Erfolg errungen.
Als nach der Rückgliederung die Löhne sanken und die Preise und Steuern stiegen, kam es zu Widerstandsaktionen in Betrieben und Anfang 1937 zum offenen Zusammenstoß zwischen saarländischen Grenzgängern und dem nationalsozialistischen Staat.Tausende von Saarländern gerieten in die Gewalt der GESTAPO. Hunderte kamen in Konzentrationslager. Viele kamen nicht mehr zurück. In den ersten Kriegstagen Anfang September 1939 musste die Zivilbevölkerung die "Rote Zone" , den Streifen zwischen französischer Grenze und Hauptkampflinie des Westwalls, räumen.
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Nach Kriegsende schufen die Amerikaner mit dem Regierungspräsidium eine Zivilverwaltung. Als am 10. Juli 1945 französische Truppen die amerikanischen ablösten, zeigte sich sehr bald, dass Frankreich das Industrierevier - wie nach dem Ersten Weltkrieg - stärker an sich binden wollte. Am 22. Dezember 1946 schloss Frankreich die Grenze des Saarlandes zum übrigen Deutschland und trieb damit die Entwicklung in französischem Sinne voran.
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Die Verfassung schrieb in der Präambel den wirtschaftlichen Anschluss an Frankreich und die Trennung von Deutschland vor. Die französische Nachkriegspolitik hat der saarländischen Bevölkerung hier kaum Wahlmöglichkeiten gelassen. Dennoch wurde der saarländische Sonderweg offensichtlich von einer breiten Mehrheit gutgeheißen. Vor allem die negativen Erfahrungen mit preußischer Herrschaft und dem (Dritten)"Reich" hatten den Willen zu regionalen Selbstbestimmung gestärkt. Bei den führenden Vertretern der Christlichen Volkspartei und der Sozialdemokratischen Partei kam die Erfahrung der Emigration hinzu. Das Verhältnis zu Frankreich wurde 1950 und 1953 durch eine Reihe von Wirtschaftskonventionen detailliert geregelt Die Saarfrage störte seit 1950 die westeuropäische und atlantische Integration, denn sie verhinderte eine deutsch-französische Verständigung.
Die demokratischen Parteien des Saarlandes drängten auf die politische und wirtschaftliche Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland. Frankreich akzeptierte dies als politische Konsequenz der Abstimmung, versuchte aber wirtschaftliche Garantien und Kompensationen zu erreichen. Im Frühjahr 1956 begannen schwierige Verhandlungen, die mit den Luxemburger Verträgen vom 27. Oktober 1956 abgeschlossen wurden. Frankreich stimmte der Rückgliederung des Saarlandes zum 1.1.1957 zu.
Der saarländische Landtag erklärte am 14. Dezember 1957 den vom Grundgesetz geforderten förmlichen Beitritt zu dessen Geltungsbereich. Die DPS enthielt sich der Stimme, weil ihrer Ansicht nach die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der Eingliederung noch nicht befriedigend geklärt waren. Das Saarland wurde am 1. Januar 1957 Land der Bundesrepublik Deutschland. Die Zeit bis zur wirtschaftlichen Rückgliederung war beherrscht von der Sorge um die Wahrung des sozialen Besitzstandes und von Problemen mit der Umorientierung auf den deutschen Markt und die D-Mark. Die Saarwirtschaft war zunächst kaum wettbewerbsfähig. Der Bund musste ihr erhebliche finanzielle Unterstützung gewähren.(Quelle: fell-dudweiler.de, Die Geschichte des Saarlandes)
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