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aktualisiert 16.05.2012
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Pflegestützpunkt Wiesbaden zieht erste Bilanz (Quelle: Mittelrhein Tageblatt 03.01.2011)
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Wiesbaden 03.01.2011: Am 1. Juli 2010 wurde der erste Wiesbadener Pflegestützpunkt in den Räumen des Amtes für Soziale Arbeit in der Konradinerallee eröffnet. Aufgabe des Pflegestützpunktes ist es, in Kooperation mit den Pflege- und Krankenkassen, ein ergänzendes Angebot zu den bestehenden Wiesbadener Versorgungsangeboten zur Verfügung zu stellen. Der Pflegestützpunkt ist eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um das komplette Leistungsspektrum der Pflegeversicherung. Grundlage bilden die Regelungen des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes.
Besonderheit des neuen Angebots ist, dass sowohl ein Mitarbeiter der Kranken- und Pflegekassen, als auch ein städtischer Mitarbeiter jeweils ihre speziellen Kenntnisse in die Beratung mit einbringen. Unter einem Dach werden Fragen zu pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen beantwortet. Die Beratung ist kostenlos und neutral, wobei die verschiedenen Hilfsangebote der Institutionen vernetzt werden. Wenn gewünscht, kann die individuelle Beratung nicht nur in den Räumlichkeiten des Pflegestützpunktes in Anspruch genommen werden, sondern auch im Rahmen eines Hausbesuchs. Der Pflegestützpunkt trägt dazu bei, dass das Netzwerk der bisher im Bereich der Pflege tätigen Einrichtungen gestärkt wird und bietet beim Ausbau weiterer Angebote Unterstützung.
Eine erste Bilanz nach 100 Tagen Pflegestützpunkt zieht Sozialdezernent Arno Goßmann. „Das Beratungsangebot ist bereits in den ersten Tagen nach der Eröffnung von den Wiesbadener Bürgern sehr gut angenommen worden“. Jörg Bracke, zuständiger Ansprechpartner der Pflege- und Krankenkassen, stellt fest: „Auffällig war, dass der Anteil der unter 60-Jährigen erstaunlich hoch war.“ Und Ulrich Wunderlich, Mitarbeiter des Amtes für Soziale Arbeit der Stadt Wiesbaden ergänzt: „Der jüngste Klient war zwei, der älteste 95 Jahre alt“.
Die Diagnosen, die zur Pflegebedürftigkeit beziehungsweise Behinderung führen, sind vielfältig. Von Multipler Sklerose über orthopädische Beschwerden bis hin zu alterstypischen Symptomen sind verschiedenste Krankheitsbilder vertreten, erläutern die beiden Mitarbeiter des Stützpunktteams. Der Pflegestützpunkt wird auch von Kooperationspartnern sehr gut angenommen. Dies zeigt sich daran, dass es bereits Weiterleitungen von niedergelassenen Fachärzten, des Gesundheitsamtes und des Amtes für Soziale Arbeit gab.
Beantwortet werden viele Fragen zum Thema rund um die Pflegeversicherung: „Ab wann stehen mir welche Leistungen zu?“; „Was kann ich tun, wenn meine Pflegeperson wegen Krankheit plötzlich ausfällt?“. Bei solchen Problemen steht das Team mit fachlichem Rat genauso zur Verfügung, wie mit einer praktischen Hilfevermittlung in einer Krisensituation. Sie arbeiten deswegen mit nahezu allen Anbietern der ambulanten und stationären Pflege zusammen. Ebenso gehören Fragen zur Verbesserung des Wohnumfeldes bis hin zu Hilfsmittelversorgung oder der rechtlichen Vertretung in Krisensituationen zu ihrem täglichen Geschäft. Auch wenn es einmal zu Schwierigkeiten mit der Pflege- und Krankenkassen kommen sollte, etwa bei Ablehnungen, Widersprüchen oder bei Fragen zum Verwaltungsverfahrensrecht, steht das Pflegestützpunktteam vermittelnd mit Rat und Tat zur Seite.
Darüber hinaus helfen Jörg Bracke und Ulrich Wunderlich weiter, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung zur Abdeckung des Hilfebedarfs nicht ausreichen, indem sie zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere über das Amt für Soziale Arbeit, suchen.
Die Beratungsangebote werden im Pflegestützpunkt nicht als einmaliges Angebot verstanden, sondern das Team des Pflegestützpunktes begleitet die Ratsuchenden so lange es erforderlich ist.
Der Pflegestützpunkt ist telefonisch unter den Rufnummern 0611 313648 oder 0611 313590 sowie per E-Mail unter pflegestuetzpunkt@wiesbaden.de zu erreichen. Die Beratungszeiten in der Konradinerallee 11, 65189 Wiesbaden (EG, Eingang A -Gesundheitsamt), sind montags bis mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 15 Uhr. Darüber hinaus lassen sich natürlich individuelle Termine nach
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Senioren-Beratung im Umbruch (Quelle: Südwest Presse 06.01.2011)
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Kreis Göppingen 06.01.2011: Wer weiß Bescheid in Sachen Alter, Pflege und Soziales? Das Beratungsnetz im Kreis Göppingen ist dicht, doch nicht immer leicht zu überblicken. Und bei privaten Anbietern krankt es oft an der Finanzierung.
Wenn Oma oder Opa plötzlich Hilfe brauchen, ist guter Rat oft teuer. Viele private Pflegedienste bieten dann ihre Dienste an, fünf ehemalige IAV-Stellen verschiedener Träger im Kreis Göppingen stehen noch bereit, Einrichtungen der Altenhilfe beraten Senioren und Angehörige genauso wie Sozialverbände und die Kirche. Am 31. Januar kommt im Landratsamt noch der neue Pflegestützpunkt hinzu - als zentrale Anlaufstelle im Landkreis. Da fällt es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Senioren-Beratungsangeboten ist die Finanzierung des neuen Pflegestützpunktes offiziell geregelt. Mit der zentralen Anlaufstelle ist der Stauferkreis einen anderen Weg gegangen, als beispielsweise der Nachbarlandkreis Esslingen: Dort haben die Verantwortlichen mit dem Geld für zwei Stützpunkte sieben Stellen eröffnet. Das habe auch Vorteile, räumt Isolde Engler von der Altenhilfe-Fachberatung beim Landratsamt, ein. Sie setzt jedoch darauf, dass das neue Angebot vom Landratsamt auch in den Kreis hinaus wirken kann. "Wir haben uns bei der Standortwahl gefragt, wo wir den Stützpunkt platzieren, damit er möglichst effektiv arbeiten kann", erklärt Engler
Besonders wichtig ist Isolde Engler, dass der Pflegestützpunkt "nicht in Konkurrenz zu anderen Beratungsangeboten" steht. "Wir wollen keine Doppelstrukturen aufbauen, sondern mit allen konstruktiv zusammenarbeiten." Sie findet, dass der Name falsche Erwartungen weckt: Es geht um mehr als um Altenpflege. Auch chronisch Kranke und jüngere Menschen finden hier eine Anlaufstelle. Das reicht vom Erstkontakt für eine Beratung bis zum Aufbau eines komplexen Fallmanagements, bei dem alle Aspekte der Hilfe beleuchtet werden. Möglich ist das mit der finanziellen Hilfe der Krankenkassen, die zwei Drittel der 80 000 Euro im Jahr übernehmen. Hinzu kommen 50 000 Anschubfinanzierung.
Damit lässt sich einiges machen. Dagegen stoßen die ambulanten Pflegedienste oft an Grenzen. Denn die Kostenerstattung der Kassen ist mit der Umstellung unzureichend geworden. "Die Leute suchen schon immer bei den Pflegediensten Rat", berichtet der Leiter der katholischen Stiftung St. Stephanus, Georg Kolb, in einer Pressemitteilung. Viele könnten den zusätzlichen Aufwand, für den es mittlerweile kein Geld mehr gebe, aber nicht mehr leisten. Einige Träger hätten ihre Beratung bereits reduziert. Die zur Stiftung St. Stephanus gehörende Sozialstation St. Franziskus in kirchlicher Trägerschaft nimmt für sich in Anspruch, das Beratungsangebot in der Stadt Göppingen auszubauen. Die Alltagsberatungsstelle der Stiftung sei sehr erfolgreich. Deshalb werde sie nun auf mehrere Schultern verteilt, berichtet Kolb. Neben der bisher damit befassten Sozialarbeiterin Claudia Zeller wird sich künftig die Krankenschwester Margit Belz um Senioren und Angehörige kümmern - in den Räumen der Sozialstation in der Göppinger Marktstraße, auf Wunsch auch bei den Betroffenen zu Hause.
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Anlaufstelle für alle Fragen zur Pflege (Quelle: Badische Zeitung 06.01.2011)
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EFRINGEN-KIRCHEN 06.01.2011: Marion Caspers-Merk hatte zum Ende ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete schon für die Einrichtung von Pflegestützpunkten geworben, die Pflegebedürftigen, Behinderte und deren Angehörigen als kostenlose Anlaufstelle in allen Fragen dienen. Realisiert wurde ein solcher Stützpunkt nun Ende vergangenen Jahres vom Landkreis. Ergänzt wird dessen Beratungsangebot durch den "ipunkt" der Fritz-Berger-Stiftung, der Sprechtage in vier Landkreisgemeinden anbietet: am Freitag, 14. Januar, erstmals in Efringen-Kirchen.
Von 9 bis 12 Uhr steht die Sozialarbeiterin Monika Oettlin-Leisinger am kommenden Freitag im Rathaus Efringen-Kirchen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Diese Sprechzeiten sollen dann jeden Freitag beibehalten werden. Soweit möglich jedenfalls – der Plan, den ersten Sprechtag schon heute abzuhalten, hat sich wegen der Schließung des Rathauses nicht realisieren lassen.
Monika Oettlin-Leisinger dürfte manchen Ratsuchenden bekannt sein: Sie stammt nämlich aus Efringen-Kirchen. Kreissozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella hatte bei der Eröffnung des Pflegestützpunkts im Dezember die Notwendigkeit einer solchen Anlaufstelle betont, die wohnortnah, neutral und umfassend berät. "Für Angehörige von Pflegebedürftigen ist es im oft unübersichtlichen Angebot von Hilfen schwierig, das Wichtige und Richtige herauszufinden", hatte sie festgestellt.
Monika Oettlin-Leisinger steht für Fragen zu Unterstützungsangeboten, zu Pflegestufen, sozialrechtlichen oder finanziellen Leistungen zur Verfügung. Auch über Vorsorgevollmachten, gesetzliche Betreuung und Patientenverfügungen kann man sich bei ihr informieren. Ebenso kann sie Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Behörden und anderen Stellen vermitteln und helfen, wenn häusliche Pflege und Rehabilitation zu organisieren ist. Ist der Pflegestützpunkt in Lörrach für Menschen in der Stadt sowie in Weil am Rhein, Inzlingen und im Vorderen Kandertal da, so werden mit den an vier Orten offerierten Sprechtagen auch die Bewohner der Gemeinden Efringen-Kirchen und Schliengen sowie der Städte Rheinfelden und Zell einbezogen.
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Der erste Pflegestützpunkt (Quelle: RP-online 08.01.2011)
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Mettmann 08.01.2011: In Mettmann gibt es jetzt eine Anlaufstelle für Angehörige und Betroffene. Es gibt Antworten auf Fragen zur Alten- und Krankenpflege. Alle zehn Städte des Kreises sollen Stationen erhalten.
Seit dem 1. Dezember 2010 gibt es in Mettmann den ersten "Pflegestützpunkt" des Kreises. Angehörige und Betroffene können sich dort kompetent und unabhängig über sämtliche Möglichkeiten und Hilfen rund ums Thema Alten- und Krankenpflege informieren.
Die Mitarbeiter freuten sich nun über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Michaela Noll (CDU), die selbst vor zwei Jahren am Anstoß des Projekts beteiligt war. "Alte Menschen haben immer den Konflikt, dass sie niemandem zur Last fallen möchten, aber sie möchten auch nicht in ein Heim", weiß sie. "Ich habe selbst so eine Situation mit meiner Oma erlebt. Durch einen Sturz war sie von einem Tag auf den anderen auf Hilfe angewiesen."
Heimunterbringung vermeiden
Sich neben den eigentlichen Problemen auch noch durch den Wirrwarr von Zuständigkeiten, Pflegeangeboten, Hilfsmitteln, Finanzierungshilfen und Antragsformularen zu kämpfen, fällt allen Beteiligten schwer. Die schnelle Lösung Heimunterbringung wird meist weder von den Betroffenen noch von den Angehörigen gewünscht und deckt sich auch nicht mit den Interessen der Politik und der Krankenkassen. Heimunterbringung ist teuer. Angesichts der drohenden gesellschaftlichen Entwicklung müssen Strukturen geschaffen werden, die pflegenden Angehörigen und ehrenamtlichen Helfern möglichst viele Entlastungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
"Die Gesellschaft muss das Problem lösen. Wir haben hier ein Pilotprojekt gestartet, das in Berlin schon das 'Mettmanner Modell' genannt wird", so Kreisdirektor Martin Richter. Der "Pflegestützpunkt" vernetzt als Kooperation zwischen AOK, dem Kreis Mettmann und allen zehn kreisangehörigen Städten alle vor Ort vorhandenen Strukturen. "Wir informieren garantiert unabhängig, egal welcher Krankenkasse ein Betroffener angehört", verspricht Ansprechpartnerin Ilona Manderla. Geplant ist die Einrichtung eines Pflegestützpunkts in jeder Stadt des Kreises, um wohnortnah und ortsbezogen Hilfe anbieten zu können.
Der erste Pflegestützpunkt wurde in Mettmann im AOK-Haus Neanderstraße 16 eingerichtet. Dort hat auch der Wohn- und Pflegeberater der Stadt Oliver Pahl einen Arbeitsplatz. "Es gibt natürlich auch tausend Informationen übers Internet, aber das hilft den Betroffenen nicht. Man braucht die Hilfe vor Ort", weiß AOK-Regionalleiter Stefan Mies. Auch Hausbesuche für eine sinnvolle Umgestaltung des Wohnumfelds werden angeboten.
Sorge bereitet Michaela Noll das schlechte Image der Pflegeberufe. "Dabei bekommt man so viel Dankbarkeit und Anerkennung zurück", hat sie selbst festgestellt. Zu einer Aufwertung des Berufsbilds muss aber auch eine angemessene Bezahlung gehören. "Es kann nicht sein, dass die Arbeit an einem Werkstück besser bezahlt wird als die Arbeit am Menschen", so Kreisdirektor Richter.
Öffnungszeiten Der Pflegestützpunkt des Kreises Mettmann berät situationsbezogen und koordiniert zielgerichtet Hilfen zu allen Themen im Bereich Pflege. Die Beratung ist verbraucherorientiert, unabhängig und kostenfrei. Ansprechpartnerin ist Ilona Manderla, Tel. 02104 978-303 Adresse: AOK-Haus, Neanderstr. 16, 40822 Mettmann, Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.
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Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis hat seine Arbeit aufgenommen (Quelle: Osthessen News.de 09.01.2011)
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Lauterbach 09.01.12011: Der Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis hat vor Kurzem seine Arbeit aufgenommen. In der Servicestelle im Lauterbacher Landratsamt werden alle Beratungen über Pflegeangebote und die Vernetzung aller pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen unter einem Dach gebündelt. Träger des neuen Pflegestützpunktes sind der Vogelsbergkreis und die Pflege- und Krankenkassen in Hessen, für die die AOK Hessen federführend ist, teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung mit.
„Nachdem die Vorbereitungen für das neue Angebot weitgehend abgeschlossen werden konnten, gehen wir nun in die Offensive“, erklärt Landrat Rudolf Marx. Im Pflegestützpunkt arbeitet je eine Mitarbeiterin des Kreises und eine Mitarbeiterin der Pflege- und Krankenkassen in Hessen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die neutrale Beratung von pflegebedürftigen Menschen aller Altersgruppen und ihrer Angehörigen zu allen Fragen rund um das Thema Pflege. Zu den Aufgaben gehört auch die noch bessere Vernetzung und Koordinierung der Arbeit der bestehenden pflegerischen Angebote. Dabei gelte es auch, Versorgungslücken zu erkennen und zu benennen und entsprechende Lösungen bzw. Konzepte zu entwickeln.
"Die Einrichtung des Pflegestützpunktes geht zurück auf das Pflegeweiterentwicklungsgesetz, wonach in jedem Landkreis und kreisfreier Stadt mindestens ein Pflegestützpunkt eingerichtet werden soll", erklärt Rolf Schkölziger von den Landesverbänden der Pflegekassen. Einer entsprechenden Rahmenvereinbarung zwischen den Landesverbänden der Pflege- und Krankenkassen und den kommunalen Spitzenverbänden ist der Vogelsbergkreis im vergangenen Jahr beigetreten. „Gemeinsam mit den Kranken- und Pflegekassen in Hessen wird der Kreis damit seiner Verantwortung gerecht, geeignete Beratungsstrukturen vorzuhalten“, sagt Landrat Marx abschließend.
Der Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis wurde im Hauptgebäude der Kreisverwaltung, Goldhelg 20, 36341 Lauterbach eingerichtet. Ansprechpartner sind Monique Abel (Telefon 06641/977-2091) und Sabine Leskien (Telefon 06641/977-2092). Die Mailadresse lautet: pflegestuetzpunkt@vogelsbergkreis.de. Sprechzeiten sind Montag, Dienstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. Individuelle Terminvereinbarungen sind auch außerhalb dieser Zeiten möglich.
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Ein Lotse im dichten Pflege-Dschungel (Quelle: Schwarzwälder Bote 10.01.2011)
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Jettingen/Mötzingen/Bondorf 10.01.2011: Auch wenn der neue Pflegestützpunkt im Oberen Gäu mit nur einer Person besetzt ist: die Erwartungen sind groß. "Ein weißer Fleck der Beratung ist verschwunden", sagte gestern Bondorfs Bürgermeister Bernd Dürr, in dessen Rathaus sich die neue Einrichtung befindet, bei der offiziellen Eröffnung. Leiterin Regina Stukenborg-Jung hat ihre Arbeit am 3. Januar aufgenommen.
Wer Fragen rund um die Pflege hat, kann sich ab sofort kostenlos und neutral im Pflegestützpunkt beraten lassen, der von den Gemeinden Mötzingen, Jettingen, Bondorf und Gäufelden sowie von den Kranken- und Pflegekassen getragen wird. Nicht mit im Boot sind die privaten Krankenkassen sowie die Pflegeversicherung.
Welchen Stellenwert die neue Einrichtung besitzt, zeigte gestern Morgen die Übergabefeierlichkeit im Bondorfer Rathaus. Bernd Dürr lobte den Geist der Zusammenarbeit des Gemeinde-Quartetts. Dankbar ist Dürr auch über die finanzielle Beteiligung der Krankenkassen.
Landrat Roland Bernhard sprach von mehr als 6000 pflegebedürftigen Menschen im Landkreis, deren Zahl noch steigen werde. Neben dem neuen Pflegestützpunkt bestehen im Landkreis noch zehn IAV-Stellen (Informations-Anlauf- und Vermittlungsstelle).
Mit diesem Angebot stehe der Landkreis Böblingen im Vergleich zu anderen gut da, meinte Regina Stukenborg-Jung (53), die in Mössingen wohnt, für ihre neue Position schon reichlich berufliche Erfahrung gesammelt hat und neben Sozialpädagogik auch Gerontologie studiert hat.
Weitere Informationen: Der Pflegestützpunkt wird von Regina Stukenborg-Jung geleitet. Die Beratung ist kostenlos. Öffnungszeiten: Montag 8 bis 11 Uhr, Dienstag 13 bis 16 Uhr, Mittwoch 8 bis 11 Uhr, Donnerstag 15 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 11 Uhr. Telefon: 07457/94 6 39 69. E-Mail: info@pflegestuetzpunkt-boeblingen.de.
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Pflegestützpunkt im Zentrum Vital offiziell eingeweiht (Quelle: fuldainfo-News 12.01.2011)
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Fulda 12.01.2011: Viele Bürger und Bürgerinnen fragen sich was kommt im Alter auf mich zu, werde ich noch alles selbst bewältigen können oder werde ich Hilfe benötigen. Denn mit dem Älterwerden können - individuell ganz unterschiedlich - Veränderungen einhergehen, die sich nicht immer alleine oder mit Hilfe von Angehörigen bewältigen lassen. Hier setzt der neue Pflegestützpunkt des Landkreises Fulda an. Er bietet Information, Beratung und Unterstützung bei Fragen rund um Pflege und Versorgung im Alter und bei Behinderung. Oberstes Ziel ist die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung einer möglichst selbständigen Lebensführung. Der Pflegestützpunkt in gemeinsamer Trägerschaft der Pflege- und Krankenkassen sowie des Landkreises Fulda befindet sich im Zentrum Vital gegenüber dem Herz-Jesu-Krankenhaus.
Wie erster Kreisbeigeordneter Heiko Wingenfeld sagte, sind im Landkreis Fulda 3,4 Prozent der Bevölkerung pflegebedürftig. Das sind immerhin 7.400 Menschen. Wingenfeld betonte, dass Pflege ein echtes Zukunftsthema sei. Alle die von dem Thema Pflege betroffen oder damit konfrontiert sind, haben ein großes Informationsbedürfnis. Das ergibt sich auch daraus das viele schon zu Hause gepflegt werden. So ergibt sich ein Bedürfnis nach neutraler Beratung und hier haben wir den Anspruch für den Hilfesuchenden das Beste zu finden, damit möglichst lange die Eigenständigkeit erhalten werden kann. Wie Wingenfeld weiter sagte, sei dies zwar ein Stück Neuland, aber man sei zuversichtlich die neue Aufgabe zu meistern.
Der Pflegestützpunkt in gemeinsamer Trägerschaft der Pflege- und Krankenkassen sowie des Landkreises Fulda befindet sich im Zentrum Vital gegenüber dem Herz-Jesu-Krankenhaus und hat seinen Betrieb bereits am 1. Dezember 2010 aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch die Überleitung der seit März 1999 bestehenden Beratungs- und Koordinierungsstelle des Landkreises Fulda für ältere und behinderte Mitbürger, die bislang im Kreishaus untergebracht war. Ein Teil der Räume im ersten Obergeschoss des neu errichteten Gesundheitszentrums Vital wird auch von der Schutzambulanz des Landkreises Fulda genutzt.
Der 53-jährige Diplom-Sozialarbeiter Martin Kersting leitet zusammen mit dem 38-jährigen Altenpfleger und Pflegeberater Andreas Heinz den Pflegestützpunkt. Die beiden werden von der Verwaltungskraft Silke Dittmar unterstützt. Während Martin Kersting und Silke Dittmar Mitarbeiter des Landkreises Fulda sind, handelt es sich bei Andreas Heinz um einen Beschäftigten der AOK Hessen. Die kombinierte Trägerschaft resultiert daraus, dass im Landkreis Fulda die AOK beauftragt ist, einen Pflegestützpunkt gemeinsam mit dem Landkreis aufzubauen.
Aufgrund einer Entscheidung der hessischen Landesregierung sollen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Hessen solche Pflegestützpunkte entstehen. Durch die langjährige Tätigkeit der Beratungs- und Koordinierungsstelle bei der Kreisverwaltung wurden im Landkreis Fulda Strukturen geschaffen, auf die der Pflegestützpunkt zurückgreifen kann. Neu hinzugekommen sind die gemeinsame Trägerschaft, die Pflegeberatung als Pflichtleistung der Kassen sowie die Zuständigkeit auch für die Stadt Fulda. Neben Information und Beratung hat der Pflegestützpunkt die Aufgabe der Koordinierung und Vernetzung. Martin Kersting spricht von einem ergänzenden Angebot. "Wir wollen die große Vielfalt von öffentlichen, kirchlichen und privaten Einrichtungen und Diensten in unsere künftige Arbeit zum Wohle der älteren und behinderten Menschen im Landkreis einbinden."
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Der erste Pflegestützpunkt (Quelle: PRonline 14.01.2011)
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In Mettmann haben Angehörige und Betroffene nun eine Anlaufstelle. Es gibt Antworten auf Fragen zur Alten- und Krankenpflege. Alle zehn Städte des Kreises sollen Stationen erhalten.
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KREIS Mettmann 14.01.2011: Seit dem 1. Dezember 2010 gibt es in Mettmann den ersten "Pflegestützpunkt" des Kreises. Angehörige und Betroffene können sich dort kompetent und unabhängig über sämtliche Möglichkeiten und Hilfen rund ums Thema Alten- und Krankenpflege informieren.
Die Mitarbeiter freuten sich nun über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Michaela Noll (CDU), die selbst vor zwei Jahren am Anstoß des Projekts beteiligt war. "Alte Menschen haben immer den Konflikt, dass sie niemandem zur Last fallen möchten, aber sie möchten auch nicht in ein Heim", weiß sie. "Ich habe selbst so eine Situation mit meiner Oma erlebt. Durch einen Sturz war sie von einem Tag auf den anderen auf Hilfe angewiesen."
Sich neben den eigentlichen Problemen auch noch durch den Wirrwarr von Zuständigkeiten, Pflegeangeboten, Hilfsmitteln, Finanzierungshilfen und Antragsformularen zu kämpfen, fällt allen Beteiligten schwer. Die schnelle Lösung Heimunterbringung wird meist weder von den Betroffenen noch von den Angehörigen gewünscht und deckt sich auch nicht mit den Interessen der Politik und der Krankenkassen. Heimunterbringung ist teuer. Angesichts der drohenden gesellschaftlichen Entwicklung müssen Strukturen geschaffen werden, die pflegenden Angehörigen und ehrenamtlichen Helfern möglichst viele Entlastungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
"Die Gesellschaft muss das Problem lösen. Wir haben hier ein Pilotprojekt gestartet, das in Berlin schon das 'Mettmanner Modell' genannt wird", so Kreisdirektor Martin Richter. Der "Pflegestützpunkt" vernetzt als Kooperation zwischen AOK, dem Kreis Mettmann und allen zehn kreisangehörigen Städten alle vor Ort vorhandenen Strukturen. "Wir informieren garantiert unabhängig, egal welcher Krankenkasse ein Betroffener angehört", verspricht Ansprechpartnerin Ilona Manderla. Geplant ist die Einrichtung eines Pflegestützpunkts in jeder Stadt des Kreises, um wohnortnah und ortsbezogen Hilfe anbieten zu können.
Der Wohn- und Pflegeberater
Der erste Pflegestützpunkt wurde in Mettmann im AOK-Haus Neanderstraße 16 eingerichtet. Dort hat auch der Wohn- und Pflegeberater der Stadt, Oliver Pahl, einen Arbeitsplatz. "Es gibt natürlich auch tausend Informationen übers Internet, aber das hilft den Betroffenen nicht. Man braucht die Hilfe vor Ort", weiß AOK-Regionalleiter Stefan Mies. Auch Hausbesuche für eine sinnvolle Umgestaltung des Wohnumfelds werden angeboten.
Sorge bereitet Michaela Noll das schlechte Image der Pflegeberufe. "Dabei bekommt man so viel Dankbarkeit und Anerkennung zurück", hat sie selbst festgestellt. Zu einer Aufwertung des Berufsbildes müsse eine angemessene Bezahlung gehören. "Es kann nicht sein, dass die Arbeit an einem Werkstück besser bezahlt wird als die Arbeit am Menschen", so Kreisdirektor Richter
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Pflegestützpunkt hat Geburtstag / Jetzt kann man dort auch Hilfsmittel testen (Quelle: Märkische Zeitung 16.01.2011)
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Von Rollatoren bis Patientenlifter
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POTSDAM 16.01.2011 - Wie funktioniert eigentlich ein Rollator? Und was ist ein Patientenlifter? Antworten auf diese Fragen gibt es jetzt beim Pflegestützpunkt an der Jägerallee 2-4. Die Innungskrankenkasse Berlin Brandenburg (IKK) und die Stadt Potsdam haben dort am Samstag eine Hilfsmittelausstellung eröffnet. Sie soll Pflegebedürftigen Menschen dabei helfen, die passenden medizinischen Geräte zu finden. Sie können dort die Hilfsmittel ausprobieren und sich von den Mitarbeitern des Pflegestützpunktes beraten lassen.
Die Hilfsmittelausstellung ist eine Reaktion auf den demografischen Wandel. Vor allem alte Menschen sind immer häufiger auf medizinisches Gerät angewiesen. „Die Familien werden kleiner“, sagt Manuela Bockmann, Beraterin im Stützpunkt. „Viele alte Menschen sind auf sich gestellt.“ Ein Rollator oder ein Patientenlifter, der dabei hilft in oder aus dem Bett zu kommen, seien oft die letzte Möglichkeit für diese Menschen, dem Leben in einem Pflegeheim zu entgehen. „Und das ist nicht nur günstiger“, so Bockmann, „die Geräte sichern den Menschen auch ihre Selbstständigkeit.“ Die Ausstellung richtet sich nicht nur an alte Menschen. Sie bietet ihr Angebot auch jungen Menschen mit Behinderung an. Sie können dort unter anderem verschiedene Rollstuhltypen testen.
Dass Stadt und IKK die Ausstellung ausgerechnet am Samstag eröffnet haben, ist kein Zufall. Der Pflegestützpunkt feierte an diesem Tag seinen ersten Geburtstag. „Die Bürger Potsdams haben den Stützpunkt schon angenommen“, sagte Elona Müller-Preinesberger, Beigeordnete für Gesundheit. Die zwei Beraterinnen der Station haben an ihrem neuen Arbeitsplatz 2010 schon 734 Beratungsgespräche geführt. „Wir müssen jetzt sehen, ob Potsdam noch mehr Pflegestützpunkte braucht“, so Müller-Preinesberger.
Der Erfolg der Beratungsstelle hängt laut Manuela Bockmann auch mit der Kooperation von Stadt und einem Netzwerk verschiedener Krankenkassen zusammen. „Wir wurden oft gefragt: Kann ich mir diese oder jene Behandlung leisten?“ Da Bockmann und ihre Kollegin Einblick in die Tarife und Leistungen der Krankenkassen haben, könnten sie für die Kunden in kürzester Zeit berechnen, welches Gerät oder welches Heim am günstigen ist.
Der Pflegestützpunkt samt Hilfsmittelausstellung steht Besuchern immer Werktags zur Verfügung. Weitere Informationen: 0331/2 89 22 10 oder 0331/2 89 22 11
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Startschuss für den Stützpunkt (Quelle: Stuttgarter Nachrichten 17.01.2011)
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Waiblingen 17.01.2011: Im Landratsamt gibt es ab sofort umfassende Beratung in Pflegefragen. Pflegebedürftigen und deren Angehörigen soll möglichst wohnortnah eine optimale Beratung in allen Pflegefragen zur Verfügung stehen. So bestimmt dies seit 2008 das Pflegeerweiterungsgesetz. In Baden-Württemberg sollen zu diesem Zweck 50 Pflegestützpunkte eingerichtet werden. Derjenige für den Rems-Murr-Kreis ist gestern im Waiblinger Landratsamt mit einer kleinen Feier eröffnet worden. Womit der Kreis über einen "Lotsendienst in allen Fragen des Unterstützungsbedarfs" verfüge, hat der Landrat Johannes Fuchs mit Genugtuung kundgetan. Und bei jener Stelle, die künftig verlässliche Auskünfte geben soll über alle zur Verfügung stehenden und im Einzelfall passgenauen ambulanten, teilstationären oder stationären Pflegeangebote, habe man im Einvernehmen mit den Kostenträgern auch eine "pragmatische Strategie gefunden, die finanziell effizient abläuft".
Zwei Fachberaterinnen werden im ersten Stock des Landratsamtes den Rat- und Hilfesuchenden kostenlos für alle Fragen zur Pflege zur Verfügung stehen. Susanne Höge und Brigitte Wiedenmann sehen sich dabei selbst in der "Funktion als Lotsen und können durch ein großes Angebot von Hilfen und Unterstützung rund um das Thema Pflege neutral informieren".
Mit im Boot sowohl bei der Entwicklung des Konzeptes für die Pflegestützpunkte als auch bei der Finanzierung sind die im Landesarbeitskreis Pflegestützpunkte mit vertretenen Kranken- und Pflegekassen. Wobei beim Start des Waiblinger Stützpunktes bemängelt wurde, dass die Privatkrankenversicherungen nicht bereit waren, sich zu beteiligen. Die Kosten, unter anderem Personalkosten in Höhe von jährlich etwa 80 000 Euro, teilen sich nun die beteiligten Kranken- und Pflegekassen sowie der Landkreis zu je einem Drittel.
Peter Schmeiduch vom Fachbereich Pflege des Sozialministeriums des Landes hat bei der Eröffnung die Grüße von Ministerin Monika Stolz überbracht. Die Anzahl der Pflegestützpunkte im Land sei kontrovers diskutiert worden, auch im Rems-Murr-Kreis, sagte er. Dabei sei aber zu beachten, dass nicht die Fläche die Bezugsgröße gewesen sei, sondern die Bewohnerzahl. Nun müsse sich zunächst zeigen, wie die Stützpunkte nachgefragt und von den Betroffenen angenommen würden. Ob möglicherweise zusätzliche Stützpunkte nötig sein werden, das solle eine Evaluation der neuen Einrichtungen zeigen, die noch in diesem Jahr beginne.
Kontakt Der Pflegestützpunkt ist in den Zimmern 136 und 137 im ersten Geschoss des Landratsamtes, Alter Postplatz 10, angesiedelt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 8.30 bis 12 Uhr, Montag bis Mittwoch 13.30 bis 16 Uhr und Donnerstag 13.30 bis 18 Uhr. Telefon: 0 71 51 / 5 01 16 57 oder -59. E-Mail: Pflegestuetzpunkt@rems-murr-kreis.de.
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"Man kann mehr tun, als man denkt" (Quelle: Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung 17.01.2011)
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Weinheim. Für Dieter Gerstner besteht kein Zweifel. "Das Thema ist brisant genug, dass man es auch präventiv anpacken muss", sagt der erfahrene Pflegedienstleiter im Ruhestand und Zweite Vorsitzende des Weinheimer Stadtseniorenrates.
Als Mann der Praxis weiß er, wie stark Demenzerkrankungen in verschiedenen Stadien bei alten Menschen voranschreiten. Immer mehr Familien sind davon betroffen. Dabei stünden mehr Hilfsmittel zur Verfügung als gemeinhin angenommen. "Man kann mehr tun, als man denkt", weiß Gerstner. Deshalb will Dieter Gerstner in Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises ab sofort am Sitz des Stützpunktes in der Weinheim Galerie (3. OG, Zimmer 317) im zweiwöchigen Rhythmus eine Demenzberatung anbieten. Jeweils am Donnerstag von 14.30 Uhr bis 17 Uhr.
Am Donnerstag, 20. Januar, geht es schon los. "Ich freue mich sehr über die ehrenamtliche Unterstützung des Stadtseniorenrates, denn ich merke natürlich, wie viele Menschen vom Thema Demenz betroffen sind", sagt Karola Marg, die Leiterin des Pflegestützpunktes. Gerstners Beratung zielt auf betroffene Partner und Familien von Demenzkranken ab, aber auch auf Menschen, die hauptamtlich mit solchen Erkrankungen konfrontiert werden.
Gerstner und Marg bieten eine Bedarfsanalyse und verschiedene präventive Maßnahmen an, ebenso Beratung für medizinische und technische Hilfe, die den Tagesablauf von Demenzpatienten erleichtern können.
Demenzberatung des Weinheimer Pflegestützpunktes des Rhein-Neckar-Kreises und des Stadtseniorenrates Weinheim, ab 20 Januar jeden zweiten Donnerstag, 14.30 Uhr bis 17 Uhr am Pflegestützpunkt in der Weinheim Galerie (3. OG, Zimmer 317), Telefon 06221-5222620 (Anmeldung erforderlich) oder karola.marg@rhein-neckar-kreis.de. Der Pflegestützpunkt für den Raum Weinheim und den nördlichen Rhein-Neckar-Kreis ist täglich von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 15 Uhr, donnerstags bis 17.30 Uhr geöffnet.
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Wann zahlt die Pflegeversicherung (Quelle: Deutschlandfund - Verbrauchertipp 18.01.2011)
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Die gesetzliche Pflegeversicherung garantiert jedem Versicherten im Pflegefall gesetzliche Leistungen. Doch die Umsetzung dieses Anspruchs ist oft mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden. Und nicht selten sind zu Pflegende und deren Angehörige damit überfordert.
Pflegebedürftige benötigen Hilfe in fast allen Belangen des Alltags, oft stellt dies die Angehörigen vor große Schwierigkeiten. Hilfe gibt die gesetzliche Pflegeversicherung, allerdings nur nach einem recht aufwendigen Antragsverfahren. Schon vor Beginn der Pflege bieten die Pflegekassen Beratung an. Dieses Angebot sollten Betroffene nutzen, sagt Sabine Baierl-Johna von der Stiftung Warentest.
"Das ist eine Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten, wie umfangreich die Pflege im konkreten Fall werden kann und wie man sie am besten durchführen kann. Die Pflegekassen sind tatsächlich verpflichtet, in einer Beratungsstelle genaue Ansprüche aufzuzeigen, auch die genauen Leistungen darzustellen. Das können diese selbst tun oder auch an Pflegestützpunkte ausgliedern. Aber grundsätzlich haben Pflegebedürftige und deren Angehörige das Recht, diese Beratung in Anspruch zu nehmen."
So gibt diese erste Beratung durch die Pflegekasse wertvolle Tipps, bevor die Pflegestufe für den Betroffenen endgültig festgelegt wird. Beispielsweise sollte zunächst formlos ein schriftlicher Antrag mit Datum gestellt werden, da die Kasse bei Bewilligung rückwirkend zahlt.
Nach der Bewilligung entscheidet der Bedürftige selbst, ob er Pflegegeld ausgezahlt bekommen möchte, welches er Angehörigen geben kann, oder, ob er eine Pflegesachleistung durch einen professionellen Dienst in Anspruch nimmt. Beides kann auch kombiniert werden. Hinzu kommen noch Pflegehilfsmittel beispielsweise für Einmalhandschuhe oder spezielle Betteinlagen - hier erstattet die Kasse bis zu 31 Euro im Monat. Darüber hinaus gibt es noch andere Posten, die in Anspruch genommen werden können.
"Zum Beispiel können Sie einen Zuschuss zu einer Wohnungsanpassung erhalten. Damit kann ein Umbau mitfinanziert werden - etwa ein Lift für die Badewanne. Wichtig ist allerdings, dass Sie das wissen! Zwar haben die Kassen die Pflicht, Sie zu beraten und auch auf diese Dinge hinzuweisen, doch ist es nichts desto trotz immer besser, man weiß selber Bescheid und kann auch den Anspruch erstmal anmelden."
Auch für technische Hilfen wie ein Pflegebett kommt die Kasse auf, sie übernimmt bis zu 90 Prozent der Kosten, der Versicherte muss höchstens 25 Euro dazuzahlen. Lebt der Pflegebedürftige allein - kommt vielleicht ein Hausnotruf in Betracht. Auch hier ist eine Erstattung gesetzlich vorgesehen.
"Wenn Sie in Not geraten, dann tragen sie ein Gerät am Körper - da können sie per Knopfdruck den Notruf betätigen, der dann zu einer Notrufzentrale weitergeleitet wird. Und die Kosten für den Anschluss eines solchen Notrufsystems und auch für den Unterhalt werden dann auch von den Pflegekassen übernommen."
Für viele Angehörige ist die Betreuung eines Pflegebedürftigen ohnehin eine Art Vollzeit-Job, für den sie persönliche Wünsche zurückstellen. Doch auch hier können Ansprüche aus der Pflegekasse helfen, sagt Finanztest-Expertin Sabine Baierl-Johna.
"Wenn Sie beispielsweise ehrenamtlich durch Angehörige gepflegt werden, dann kann es sein, dass diese Helfer auch einmal krank werden oder auch einmal in den Urlaub wollen. Dann können Sie eine Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Da können dann Laien oder auch professionelle Hilfskräfte für vier Wochen im Jahr einspringen und die Pflegekasse übernimmt die Kosten dafür."
Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung - so das Fazit der Stiftung Warentest - sind oft vielseitiger als erwartet. Man müsse sie sich nur zu holen wissen.
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Das Angebot für ältere Menschen in Kempen wird immer größer (Quelle: newsline Westdeutsche Zeitung 19.01.2011)
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Kempen 19.01.2011: Das Angebot für ältere Menschen in Kempen wird immer größer. Als vor sieben Jahren der „Wegweiser für Senioren“ erschien, hatte er 39 Seiten. Der neue Wegweiser, der am Mittwoch im Rathaus vorgestellt wurde, hat satte 20 Seiten mehr.
„Es ist spannend, zu sehen, welche Angebotsstruktur wir hier in Kempen haben, wer was macht, wer was anbietet und wer Hilfe zur Selbsthilfe bietet“, sagt Sozialdezernent Hans Ferber. Neue und bekannte Angebote wie der Pflegestützpunkt im Rathaus, betreutes Wohnen in der Villa Basels und Freizeitaktivitäten wie der „Berger Treff“ werden in der Broschüre aufgeführt.
Das Layout hat eine Verjüngungskur hinter sich, ist farbig und übersichtlich geworden. So sind die Kategorien Beratung, Freizeit, Gesundheit und Vorsorge, Hilfe und Pflege, Wohnen und Geld farblich kenntlich gemacht.
Hinweis auf den Pflegestützpunkt
„Auch die Leistungen des Sozialamtes werden deutlich“, ergänzt Sozialamtsleiterin Petra Sdunek. An erster Stelle in der Broschüre stehe nicht zufällig die Beratung. Denn dort gibt es den Hinweis auf den Pflegestützpunkt, den es seit Anfang 2010 gibt, und der als Lotse über alle Angebote in Kempen informiert.
„Pflege ist nur ein Bereich“, sagt Diplom-Sozialarbeiterin Susanne Mertins. Sie berät zusammen mit Birgit Pegels-Rüthing im Stützpunkt. Bei Fragen zur Freizeitgestaltung, barrierefreien Wohnungen und finanziellen Anliegen helfen die Mitarbeiterinnen ebenfalls weiter. Im vergangenen Jahr wurden rund 180 Beratungsgespräcce gefort.
Der Senioren-Wegweiser soll nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Familienangehörige und Nachbarn ein guter Ratgeber sein. Die Broschüre ist kostenlos und erscheint in einer Auflage von 5000 Stück. Die Stadt hat 3600 Euro investiert.
Das Heft wird von verschiedenen Organisationen verteilt und ist unter anderem in Begegnungsstätten, Arztpraxen und an Servicestellen der Stadt erhältlich. Auf Wunsch wird der Wegweiser auch zugeschickt.
» Die Senioren- und Pflegeberatung ist unter Tel. 02152/917307 und 917337 zu erreichen.
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Pflege-Auszeit oft unbekannt (Quelle: op-online 19.01.2011)
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Offenbach 19.01.2011: Wenn Angehörige, die selbst im Beruf stehen, einen Pflegefall in der Familie zu organisieren haben, bietet das Pflegezeitgesetz Hilfe an. Details sind aber oft nicht bekannt und kompliziert.
Auskünfte geben die Pflegestützpunkte (in Offenbach Tel. 069/8065-2453) und die Pflegekassen. Grundsätzlich informiert auch die Verbraucherzentrale Hessen. Mit Dr. Wilfried Boroch von der AOK Hessen sprach unser Redaktionsmitglied Peter Schulte-Holtey.
Haben Sie den Eindruck, dass die Details so kompliziert sind, dass sich Betroffene stets fachkundigen Rat einholen sollten? Wir empfehlen das, denn es gibt doch sehr viele unterschiedliche Fallkonstellationen. An Nachfragen bei uns mangelt es nicht. Dabei geht es vor allem um die finanzielle Absicherung. Das Gesetz sieht hierzu nichts vor, man muss unbezahlten Urlaub nehmen. Teilweise beobachten wir eine andere Erwartungshaltung bei den Bürgern zu diesem Punkt.
An welche Institutionen können sich Betroffene wenden? Zwei Anlaufstellen bieten sich an. Zum einen die Pflegekasse des Pflegebedürftigen. Dort stellt man auch entsprechende Anträge. Oder man wendet sich an einen Pflegestützpunkt in seiner Nähe, wenn es um eine allgemeine Erstberatung geht.
Was steht Arbeitnehmern bei akut auftretenden Pflegesituationen zu, was können sie vom Arbeitgeber einfordern? Der Beschäftigte wird frei gestellt, bis zu zehn Tage, wenn es sich um eine kurzzeitige Arbeitsverhinderung handelt. Dem Arbeitgeber ist auf Verlangen eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen vorzulegen. Das kann alles recht kurzfristig geschehen, meistens kommt eine solche Situation für alle Beteiligten recht überraschend.
Kann dies jeder Angehörige? Jeder nahe Verwandte kann einen Antrag stellen, somit Kinder, Enkel und Geschwister von Pflegepersonen, aber auch Lebenspartner und Schwiegerkinder. Insgesamt kann die Pflegezeit für bis zu sechs Monate pro Person beantragt werden. Diese Pflegezeit lässt sich auch splitten.
Während der Zeit der Freistellung muss der Arbeitgeber den Lohn ja nicht weiterbezahlen. Gibt es Fälle, in denen die Pflegeversicherung die Sozialversicherungsbeiträge übernimmt? Ja, und zwar dann, wenn eine kostenfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung nicht möglich ist. Dann beginnt eine freiwillige Weiterversicherung. Die Beiträge übernimmt die jeweilige Pflegekasse komplett, zumindest im Regelfall. Auch in der Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung entstehen keine Lücken. Analog zur Krankenversicherung gibt es in diesen Zweigen für die meisten Antragsteller keine Beitragsbelastung. Details sollten in einem Beratungsgespräch geklärt werden.
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Zweiter Pflegestützpunkt im Landkreis Karlsruhe entsteht in Ettlingen (Quelle: Boulevard Baden 20.01.2011)
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Kreis Karlsruhe 20.01.2011: “Ambulant vor stationär” lautet der Grundsatz, wenn es um die Betreuung und Versorgung älterer Menschen geht: das bedeutet, dass Senioren so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können.
Hierfür gibt es eine ganze Reihe von individuellen Unterstützungsmöglichkeiten. Um diese ausschöpfen zu können, hat der Gesetzgeber die Einrichtung von sogenannten “Pflegestützpunkten” vorgesehen. Deren Aufgabe ist es, umfassend und unabhängig über die gesetzlichen Rechte und Pflichten zu informieren und bei der Auswahl und Inanspruchnahme von konkreten Leistungen und Hilfsangeboten behilflich zu sein.
Nachdem zum 8. Oktober 2010 der erste Pflegestützpunkt für den nördlichen Landkreis in Bruchsal in Betrieb ging, unterzeichneten am vergangenen Donnerstag Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker (Ettlingen), Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (Rheinstetten) und die Bürgermeister Rudi Knodel (Karlsbad), Franz Masino (Waldbronn) und Raimund Schuster (Marxzell) die entsprechende Vereinbarung über den Einrichtung und den Betrieb in Ettlingen.
“Der Pflegestützpunkt Bruchsal ist ein Angebot für die älteren Menschen und ihre Angehörigen, um die vorhandenen Pflegeangebote transparent zu machen”, sagte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei der Unterzeichnung. Mit der Einrichtung habe der Landkreis Karlsruhe eine Vorreiterrolle übernommen und sei einer von sechs Stadt- und Landkreise im Land, bei dem ein zweiter Pflegestützpunkt eingerichtet werden kann.
Träger des Pflegestützpunktes sind die Pflegekassen sowie die Kreise, Städte und Gemeinden. Neben den bereits eingerichteten Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstellen in kommunaler Trägerschaft sollen aber ausdrücklich auch die Beratungsangebote in freigemeinnütziger Trägerschaft mit einbezogen werden. Landrat Dr. Schnaudigel bot den Ligaverbänden im Landkreis ausdrücklich das Gespräch an, um auch hier zu einem guten und partnerschaftlichen Miteinander zu kommen.
Einhelliges Lob sprachen alle Beteiligten für die kurze Realisierungszeit des Projekts aus. Nachdem sich die Landesverbände der Pflege- und Krankenkassen sowie der Kommunen in Baden-Württemberg Mitte Dezember 2008 über eine Kooperation einig waren, fanden bereits ab Februar 2009 erste Gespräche der Landkreisverwaltung mit den Städten und Gemeinden statt. Der Kreistag gab am 23. April 2009 grünes Licht. Dass nach der erfolgreichen Einrichtung des Pflegestützpunktes In Bruchsal jetzt die Einrichtung und der Betrieb eines weiteren Pflegestützpunktes in Ettlingen besiegelt werden kann, sei ein Beleg, dass man in den Kommunen ausdrücklich hinter dem Projekt stehe, betonte der Landrat. Er dankte allen Beteiligten, sich auch in Zeiten knapper Kassen der Weiterentwicklung von Beratungsangeboten für Senioren nicht zu verschließen und hob insbesondere den Landtagsabgeordneten Werner Raab hervor, der sich in besonderer Weise für die Ettlinger Einrichtung eingesetzt hatte.
Eingerichtet wird der neue Pflegestützpunkt im Begegnungszentrum am Klösterle in der Klostergasse 1: ganz in der Nähe des Seniorenbüros der Stadt Ettlingen, mit dem eine enge Vernetzung vorgesehen ist. Der Betrieb soll am 1. März aufgenommen werden.
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Die Pflege bekommt einen Stützpunkt (Quelle: Südwest Presse 20.01.2011)
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Metzingen 20.01.2011: Jetzt wird auch im Landkreis Reutlingen ein Pflegestützpunkt eingerichtet. Der Metzinger Gemeinderat hat dem am Mittwoch zugestimmt.
Zentraler Bestandteil des Pflegeweiterentwicklungsgestz ist die Einrichtung von Pflegestützpunkten. Mit den Pflegestützpunkten soll in ganz Baden-Württemberg eine möglichst flächendeckende und wohnortnahe Beratung für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige angeboten werden.
In Baden-Württemberg ist pro Landkreis ein Pflegestützpunkt vorgesehen, so auch in Reutlingen. Unter aktiver Beteiligung der Stadt Metzingen wurde im Rahmen einer Arbeitsgruppe des "Forums Pflege" eine entsprechende Konzeption erarbeitet. In diesem Forum sitzen Vertreter der an der Pflege beteiligten Leistungserbringer wie Anbieter von Pflegeleistungen, der Landkreis als Sozialhilfeträger, Kranken- und Pflegekassen sowie Vertreter der Städte und Gemeinden.
Im vergangenen Sommer hat der Kreistag diese Konzeption beschlossen. Auf der Basis dieser Konzeption stellt der Landkreis einen Antrag auf Errichtung eines Pflegestützpunktes. Zur Errichtung eines Pflegestützpunktes gehört auch ein entsprechender Vertrag zwischen dem Landkreis als geschäftsführendem Träger des Pflegestützpunktes und den Pflegekassen.
Der Landkreis wiederum schließt einen Kooperationsvertrag mit den beteiligten Trägern, den Städten Metzingen und Reutlingen und der Gemeinde Pliezhausen. Diesem Kooperationsvertrag hat der Metzinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch zugestimmt. Der Pflegestützpunkt besteht im Wesentlichen aus dem bisherigen Angebot der Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstellen (IAV-Stellen) sowie einer geschäftsführenden Stelle beim Landkreis.
Die Vorgaben für den Pflegestützpunkt haben selbstredend Auswirkungen für die IAV-Stelle in Metzingen. Beispielsweise müssen Dokumentationspflichten einheitlich umgesetzt werden. Außerdem müssen verstärkt Absprachen mit der zentralen Stelle beim Landkreis getroffen werden. Auf der anderen Seite freilich kann die zentrale Stelle in punkto Öffentlichkeitsarbeit und Organisation auch Entlastung bringen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass ein gewisser zeitlicher Mehraufwand entsteht. Deshalb sollen die zusätzlichen Mittel für eine Aufstockung der Arbeitszeit in der Metzinger IAV-Stelle eingesetzt werden.
Es gibt jedoch auch eine finanzielle Förderung. Deren Höhe ist aber noch nicht bekannt, da sie im Wesentlichen von den Personalkosten der noch zu besetzenden zentralen Stelle beim Landkreis abhängig ist. Ob damit freilich der fünf- bis zehnprozentige zusätzliche Stellenumfang finanzierbar ist, bleibt fraglich.
Wann das Ganze umgesetzt werden kann, ist abhängig davon, wann der Pflegestützpunkt genehmigt wird. So wie es aussieht wird die Stellenbesetzung beim Landkreis der Startschuss für den Pflegestützpunkt darstellen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass dies Mitte des Jahres sein wird.
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Pflegestützpunkt für Hilden (Quelle: RP-online 21.01.2011)
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Hilden 21.01.2011: Senioren- und soziale Beratungsstelle des Kreises öffnet in diesem Jahr Außenstellen in allen zehn Städten. Den Auftakt machte jetzt Hilden, wo parallel zum Wochenmarkt Tipps rund ums Thema "Pflege" gegeben werden.
Ein unglücklicher Sturz, eine schwere Erkrankung – und schon sind vor allem ältere Menschen nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Da ist guter Rat teuer: Welche Hilfsleistungen kann ich beantragen? Wo finde ich einen Pflegedienst? Welche Kosten trägt die Krankenkasse? Beim "Pflegestützpunkt" in Hilden, der am kommenden Mittwoch erstmals für die Öffentlichkeit seine Pforten in der AOK am Nové-Mesto-Platz öffnen wird, sollen Pflegebedürftige und Angehörige kostenlosen Rat finden.
Landesmittel von 30 000 Euro
Schon im Dezember vergangenen Jahres wurde ein Pflegestützpunkt für den gesamten Kreis in Mettmann geöffnet (siehe Info). "Diese zentrale Beratungsstelle ist an jedem Wochentag geöffnet und wurde bislang gut angenommen", berichtet Manfred Vollmer, Leiter des Sozialamtes in Mettmann anlässlich der Vorstellung des Projekts. Die Kooperation von Kommunen und gesetzlichen Krankenkassen wird vom Land NRW gefördert und mit 30 000 Euro einmalig unterstützt.
Ziel ist es, angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft Hilfestellung bei der Pflege älterer Menschen zu Hause zu geben. "93 Prozent der Menschen wollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben. Also gilt für uns: ambulant vor stationär", betonte auch Stefan Mies, Regionaldirektor der AOK. Dabei spielt die Nähe zu den Ratsuchenden ein große Rolle. Vollmer: "Hilden ist unsere erste Dependance. Bis Juni wollen wir in allen zehn Kreisstädten einen Stützpunkt einrichten. Die vielen Informationen aus dem Internet ersetzen nämlich nicht die konkrete Hilfe vor Ort."
Die Beratungsstellen werden entweder in den Rathäusern oder in Räumen der AOK eingerichtet. Die gesetzliche Krankenkasse ist Partner des Projekts und stellt auch Personal. Aber, so betonte Stefan Mies: "Es können sich jederzeit auch andere Krankenkassen beteiligen." Besonders wichtig sei, dass der Pflegestützpunkt allen Ratsuchenden, auch wenn sie bei anderen Kassen versichert sind, kostenlos weiterhelfe.
Während des Wochenmarktes
In Hilden werden immer mittwochs in der Zeit von 8 bis 13 Uhr ("parallel zum Wochenmarkt") AOK-Beraterin Andrea Schmidt und Sina Buhrmester vom Seniorenbüro gute Tipps rund um das Thema Pflege geben. Dazu gehören Gespräche über Finanzierungshilfen oder das Ausfüllen von Anträgen genauso wie Entlastungsangebote für pflegende Angehörige, Adressen von ehrenamtlichen Hilfsorganisationen oder Wohnberatung.
In Einzelfällen ist sogar Beratung zuhause möglich. Für Sina Buhrmester wird mit dem neuen Beratungsangebot eine weitere Vernetzung mit dem Amt für Soziales und Integration möglich, "beispielsweise, wenn es um finanzielle Probleme geht".
Außenstelle Hilden
Was Beratungsstelle der Kranken-und Pflegekassen und des Kreises Mettmann für Themen rund um das Thema Pflege. Wo AOK Rheinland/Hamburg, Nové-Mesto-Platz 2, in Hilden. Kontakt Tel. 02103 9599-31, Fax: 9599-40 oder per Mail: pflegestuetzpunkt-mettmann@rh.aok.de. Öffnungszeit Mittwochs 8 bis 13 Uhr. Pflegestützpunkt Mettmann Neanderstraße 16, Tel. 02104 978-303. Fax: 978-444 (geöffnet Mo.-Fr. 8-12 Uhr, 13-16 Uhr).
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Wohin mit Oma? (Quelle: Immobilien Zeitung 21.01.2011)
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Eine "graue Wohnungsnot" droht der Republik, warnen Bauwirtschaftsverbände und Mieterbund und fordern 100.000 altengerechte Einheiten mehr pro Jahr bis 2025. Verglichen damit tat sich bislang wenig: Die Mitgliedsunternehmen des Wohnungswirtschaftsverbands GdW zum Beispiel, noch die rührigsten Modernisierer im Land, haben in den vergangenen vier Jahren ca. 150.000 Einheiten angepasst. Verschläft die Wohnungswirtschaft das Thema?
Sieben Monate Suche waren vonnöten, vier davon "ganz intensiv", wie Heike B. sagt, bis für ihre Mutter eine Wohnung gefunden war. Die 71Jährige, der das Gehen zunehmend schwerfällt, gab ihr Haus im 600 km entfernten Oderbruch auf und zog zur Tochter nach Essen. Tabu waren Betreutes Wohnen oder Altenheime: "Dafür bin ich viel zu jung!", stellte sie klar. Ansonsten klingen die Anforderungen nicht überzogen: Der angesagte Stadtteil Rüttenscheid sollte es sein, wo Heike B. lebt, wo Ärzte, Markt, Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel zu Fuß schnell erreichbar sind. Erdgeschoss oder Aufzug, auch das war gesetzt, Dusche statt Wanne gewünscht. Nur drei Angebote entsprachen dem in etwa. Die nun gemietete Wohnung ist eine im Erdgeschoss eines Gebäudes in Rüttenscheid, hat aber eine Badewanne. "Zentrale Lage und obendrein halbwegs seniorengerecht - das scheint es hier ganz selten zu geben", meint Heike B.
Susanne Müller, Maklerin bei Hirschmann Immobilien, Essen, und Andreas Schreiner, Regionaldirektor bei Remax Mitte, Wiesbaden, bestätigen: Ein halbes Jahr Suche ist nicht ungewöhnlich. Zurzeit planen viele ältere Menschen, ihr Haus auf dem Land zu verkaufen und in eine altengerechte Wohnung in Essen zu ziehen, sagt Müller. Bevorzugte Wohngegenden seien sowohl die Stadtmitte als auch zentrale Lagen der einzelnen Stadtteile. Schreiner rechnet damit, dass die Nachfrage nach Einheiten in Innenstädten künftig weiter steigt. "Ältere zieht es dorthin, wo etwas los ist." Aber gerade dort, im Bestand, entsprechen viele Wohnungen eben nicht den Ansprüchen, sagt Müller. Heike B. hat den Eindruck, dass es nicht nur in quirligen Ecken an Altengerechtem fehlt. "Auch Wohnungsgesellschaften, die etwas außerhalb vermieten, hatten Wartelisten."
Der BFW Bundesverband Freier Wohnungs- und Immobilienunternehmen warnt denn auch u.a. mit dem Mieterbund vor einer "grauen Wohnungsnot". Bis 2025, zitiert BFW-Präsident Walter Rasch dieser Tage aus einer Untersuchung des von den Verbänden beauftragten Pestel-Instituts, müssten zu den 400.000 bis 500.000 vorhandenen altengerechten Einheiten 1,5 Mio. hinzukommen. Andernfalls bleibe Hunderttausenden Pflegebedürftigen nur der Weg in Altenhilfeeinrichtungen - was die Sozialkassen mehr Geld, die Wohnungswirtschaft Mieter koste. Raschs Forderung: höhere Fördermittel.
Empirica-Vorstand Harald Simons rechnet anders und differenziert. Angepasst werden müssen ihm zufolge v.a. Eigenheime. "Bis 2040 braucht es bundesweit im Schnitt nur 4.300 altengerechte Geschosswohnungen mehr pro Jahr." Fördermittel? "Nicht für Wohnungen, sondern für Pflegestützpunkte, wenn nötig Subjektförderung." Verschlafen sieht er das Thema nicht. Aber für ihn steht fest: "Wir müssen ran!"
Pestel-Institut und Bauwirtschaft plädieren dafür, dass von den Haushalten mit mindestens einem über 70-Jährigen, die sie bis 2025 auf etwa 10 Mio. steigen sehen, 20% seniorengerecht gestaltet sein sollten. Macht bei 400.000 bis 500.000, die laut Schätzungen von Verbänden und Instituten bereits vorhanden sind, etwa 1,5 Mio. bis 2025. Damit endet die Rechnung.
empirica-Vorstand Simons geht weiter, was erhellend für die professionelle Wohnungswirtschaft, v.a. für Vermieter ist. Er differenziert den Bedarf an Altengerechtem nach Eigenheimen und Geschosswohnungen. Demnach steigt die Zahl der Haushalte mit über 65-Jährgen, die in Eigenheimen leben, von derzeit etwa 5,5 Mio. auf auf 7 Mio. 2025 und weiter auf 8,8 Mio. 2040. Generellen Förderbedarf sieht er nicht: "Eigentümer puzzeln sich mit kleinen Maßnahmen ihr Haus passend." Auch die Zahl älterer Haushalte in Geschosswohnungen steigt - allerdings moderater. Ihm zufolge geht es von derzeit 5 Mio. auf 5,8 im Jahr 2025 und 6,7 Mio. bis 2040 nach oben.
Nichts für schlechte Lagen
Und so errechnet Simons den Bedarf im Mehrfamilienhaus-Segment: Zum einen geht er davon aus, dass die derzeit 400.000 bis 500.000 bereits altengerechten Einheiten v.a. im Geschosswohnungsbau zu finden sind. Zum anderen nimmt er an, dass kaum ein Nachfrageüberhang besteht. So kommt er bei einem Anstieg der Seniorenhaushalte um etwa ein Drittel in Mehrfamilienhäusern bis 2040 auf rund 130.000 in den nächsten 30 Jahren benötigte altengerechte Einheiten. "Selbst wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, ändert das für professionelle Anbieter wenig", fügt Simons hinzu. Denn: In die Rechnung seien auch die derzeit rund 20% von Älteren bewohnten Eigentumswohnungen eingeflossen, auf die Professionelle keinen Zugriff haben.
So weit die Grobrechnung. Fest steht, so Simons, dass die Zahl der Seniorenhaushalte allerorten steigt. Überdurchschnittlich stark geht es jedoch in Zuwanderungsregionen wie dem Umland Berlins und der Region München nach oben. "Da ist zwischen 2006 und 2030 für Haushalte mit über 70-Jährigen ein Plus von 80% zu verzeichnen."
Die Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (Dogewo) hat in den vergangenen Jahren etwa 1.200 Einheiten barrierearm umgestaltet. "Auf 1.600 wollen wir kommen, dann ist 10% unseres Bestands altengerecht", sagt Geschäftsführer Klaus Graniki. Fürs Anpassen gibt es einen genauen Fahrplan. So wird jede frei gewordene Erdgeschosswohnung altengerecht modernisiert. In erster Linie geht es dabei ums Bad, das einen möglichst ebenen Übergang in die Dusche erhält, ein erhöhtes WC, ein unterfahrbares Waschbecken und rutschfeste Fliesen. In der gesamten Wohnung werden Schalter, und Steckdosen auf einer Höhe von 85 cm angebracht. "Bei Einheiten, die wir ohnehin modernisieren, fallen altengerechte Maßnahmen kaum ins Gewicht", sagt Graniki. "Maximal 2.000 Euro Mehrkosten sind es bei einer 60 m2 großen Wohnung."
Die Entscheidung, ob ganze Gebäude angepackt werden, hängt laut Dogewo-Chef vor allem von Bautyp und Lage ab. "Senioren wollen eine gute Infrastruktur. Auf dem Land altengerecht zu modernisieren, macht keinen Sinn", sagt Granicki. Wichtig: ein Fahrstuhl. Der sei aber nur bei größeren Objekten, in denen sich die Betriebskosten auf viele Schultern verteilen, sinnvoll. Das bestätigt auch Eckhard Feddersen, Chef des Berliner Büros Feddersen Architekten, das sich intensiv mit dem Bau und Umbau seniorengerechter Wohnungen beschäftigt. "Ein großer Teil des Wohnungsbestands eignet sich nicht für den altengerechten Umbau, weil sich bei den vielen in Deutschland errichteten Drei- und Viergeschossern keine Aufzüge rechnen und die Immobilien nicht der alten Faustformel entsprechen, dass öffentlicher Nahverkehr, Ärzte und Geschäfte nicht weiter als 500 m oder 1.000 Schritte entfernt sein dürfen." Alterngerechtes Ummodeln empfiehlt er im Zuge des normalen Modernisierungszyklus, besser noch mit der energetischen Sanierung anzugehen. "Senioren wollen Lärm und Dreck nicht mehrmals dulden." Die Kosten fürs Seniorengerechte beziffert Feddersen je nach Maßnahmenpaket auf 300 bis 600 Euro/m2.
Was er feststellt: In zentralen Lagen wird kaum altengerecht modernisiert, weil Vermieter die Einheiten auch ohne derartige Investitionen vermarkten können. "Sie richten den Blick in der Regel erst dann auf Senioren als mögliche Mieter, wenn der Leerstand steigt - aber das ist eben vor allem in peripheren Lagen der Fall." Abgesehen davon, dass Wohnungssuchende wie Heike Bs. Mutter es weiterhin schwer haben werden, zentral gelegene und auf ältere Mieter zugeschnittene Wohnungen zu finden - zu befürchten sei, so der Architekt, dass vor allem private Vermieter nicht oder an falschen Standorten investieren.
161 Euro für Altersgerechtes
Mit rund 300.000 Wohnungen einen Großteil der bislang auf Senioren zugeschnittenen Einheiten sieht der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen aufs Konto seiner Mitgliedsunternehmen gehen. Das Modernisierungstempo steigt, seit 2006 habe sich die Zahl der Einheiten nahezu verdoppelt, sagt Claus Wedemeier, GdW-Referent für altengerechtes Wohnen. Eine Umfrage unter den Mitgliedern hat ihm zufolge ergeben, dass 45% aller altengerechten Maßnahmen dazu dienten, den Wohnungszugang zu erleichtern. Allen voran wurde in Aufzüge investiert. 38% der Maßnahmen zielten auf einen leichteren Zugang zum Gebäude, 17% auf das Ummodeln von Wohnungen. "Der Vorteil: Die Wohnungen sind dann für jedermann interessant, die Zielgruppe ist größer", sagt Dogewo-Chef Graniki. Ihm zufolge rechnet sich die Investition längerfristig. Nicht, dass er die 11%-Modernisierungsumlage gänzlich durchsetzen könnte. Aber er weiß: "Bei derzeit um die 5% Leerstand in Dortmund werden Wohnungsanbieter, die sich nicht dem Seniorenmarkt widmen, künftig Vermietungsprobleme bekommen."
Als finanzielle Hilfe nimmt die Dogewo die KfW-Fördermittel aus dem Programm Altersgerechtes Wohnen in Anspruch. Auf Landesmittel verzichtet sie oftmals. "Das Genehmigungsverfahren ist zu umständlich. Wir können eine Wohnung bis zur Zusage nicht zwei Monate leer stehen lassen."
Die Wohnungsgesellschaft wbg in Nürnberg, die sich bislang das Thema energetische Sanierung auf die Fahnen geschrieben hatte, will nun auch stärker in altengerechte Maßnahmen investieren. Ihr Ziel ist es, in den nächsten 15 Jahren 20% ihrer etwa 18.000 Wohnungen auch für Senioren herzurichten. Ein großes Problem sieht Pressesprecher Dieter Barth in der Finanzierbarkeit. Schon energetische Sanierungen verteuerten das Wohnen, mit altengerechten Maßnahmen werde es bei vielen Mietern eng. Barth rechnet vor: Die Kaltmiete nach einer Sanierung entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 beträgt im Schnitt 6,50 Euro/m2. Werde künftig nach EnEV 2012 saniert, steige sie auf 7,50 Euro/m2, altengerechte Modernisierungen obendrauf gepackt auf 9 Euro/m2. "Plus Betriebskosten für einen Aufzug macht das über 10 Euro/m2. Die Obergrenze für unsere Mieter liegt aber im Schnitt bei 6,50 Euro/m2."
Dass die Mittel begrenzt sind, bestätigt eine von BFW, Mieterbund und Bauverbänden bei TNS Emnid in Auftrag gegebene Umfrage unter 1.100 Personen im Alter von über 50 Jahren. Eigentümer gaben an, monatlich im Mittel 384 Euro für altengerechte Serviceleistungen und Umbaumaßnahmen aufbringen zu können, Mieter nannten 161 Euro. "Angesichts der steigenden Anzahl der Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor sinkt die Bezahlbarkeit immer mehr", sagt Barth.
Unterm Strich halten Verbände und Wohnungsunternehmen Fördermittel daher für notwendig. So will der BFW das mit 80 Mio. Euro bedachte KfW-Programm Altersgerecht umbauen auch nach 2011 fortgeführt und aufgestockt sehen, für wichtig hält er zudem eine lineare Abschreibung von 4%. empirica-Vorstand Harald Simons lehnt Fördermittel für Wohnungsumbauten ab. "Am Ende lebt gar kein alter Mensch darin." Er würde auf Subjektförderung setzen. Seiner Ansicht nach geht es bei der Frage nach altengerechten Städten eher um Quartiere denn um Wohnungen. "Wir brauchen Pflegestützpunkte, an denen Senioren alle wichtigen Informationen und Dienste finden.
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Ein Preis als finanzielle Starthilfe (Quelle: Main Post 21.01.2011)
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Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ – 10 000 Euro für den neuen Pflegestützpunkt
Würzburg: 21.01.2011: Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer hat im vergangenen November den mit 10 000 Euro dotierten 1. Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ im Bezirk Unterfranken an Stadt und Landkreis Würzburg für das gemeinsame Seniorenpolitische Gesamtkonzept verliehen.
„Wir haben mit der Stadt beschlossen, unser Preisgeld für den Würzburger Pflegestützpunkt, der im Sommer 2011 eröffnet werden soll, zu investieren“ gab Alexander Schraml, Vorsitzender des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg, nun bekannt. Mit dieser zweckgerichteten Investition möchten die beiden Kommunen dem Würzburger Pflegestützpunkt eine erste finanzielle Starthilfe geben.
Nunmehr will der Landkreis Würzburg die Ergebnisse des Gesamtkonzeptes konsequent umzusetzen. So sollen in allen Gemeinden – wie beispielsweise in Rottendorf und Rimpar – Seniorenvertretungen installiert werden. Ein wichtiges Fazit des Konzeptes war es auch, dass die derzeit im Landkreis geplanten und im Bau befindlichen Pflegeheime dem künftigen Bedarf entsprechen. Parallel müsste aber auch die Tagespflege moderat ausgebaut werden.
Für die Umsetzung der Ergebnisse ist eine 16-köpfige Projektgruppe verantwortlich, die sich aus der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände, „Halma“, Seniorenvertretungen, dem Kreisverband des Bayerischen Gemeindetages, dem Zentrum Bayern Familie und Soziales, dem Gesundheitsamt Würzburg, der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände sowie aus Vertretern der Stadt und des Landkreises Würzburg zusammen setzt.
Die Projektgruppe trifft sich das nächste Mal am 21. März und „betrachtet das ganze Projekt unter anderem deshalb als ausbaufähig, weil in der Region der Bedarf an Pflegeleistungen ab 2015 zunehmen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Kommunale Seniorenpolitik
Um der künftigen Bevölkerungsentwicklung frühzeitig zu begegnen, hat der Landkreis Würzburg mit der Stadt Würzburg ein integratives, regionales Seniorenpolitisches Gesamtkonzept entwickelt. Dabei wurden die beiden Kommunen von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) aus München unterstützt. Für das Gesamtkonzept wurden die bestehenden Angebote für ältere Menschen erhoben, Bürger befragt und Workshops durchgeführt. Die gesammelten Ergebnisse wurden schließlich dem Kreistag vorgestellt und letzt- endlich mit dem 1. Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ ausgezeichnet. Das Preisgeld von 10 000 Euro von Stadt und Landkreis Würzburg wird dem Würzburger Pflegestützpunkt, der im Sommer eröffnet werden soll, zu Gute kommen. Im Pflegestützpunkt sollen alle Pflegefragen kostenlos und neutral beantwortet werden. Der Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ wurde erstmals im Jahr 2008 vergeben. Das zweite Mal fand die Verleihung im November 2010 statt.
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Im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen (Quelle: Hamburger Abendblatt 25.01.2011)
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Kaltenkirchen 25.01.2011: Der Arbeitskreis Alternative Wohnform in Kaltenkirchen lädt für Donnerstag, 3. Februar, zu einer Informationsveranstaltung ein. Experten werden die Besucher ab 19 Uhr im Rathaus informieren, wie sie im Alter selbstbestimmt und selbstverantwortlich in den eigenen vier Wänden leben können. "Es geht darum, Möglichkeiten zu finden und zu verwirklichen, wie Menschen mit Einschränkungen oder ältere Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, in ihren eigenen vier Wänden bleiben können," sagt Arbeitskreissprecherin Renate Amthor.
Dabei stelle sich beispielsweise die Frage, wie Wohnungen baulich gestaltet, umgebaut oder erneuert werden können. Ein wichtiges Detail sei außerdem die Barrierefreiheit. "Solche Wohnungen sind auch für junge Familien interessant", sagt Kaltenkirchens Gleichstellungsbeauftragte Sabine Schaefer-Maniezki, ebenfalls Mitglied im Arbeitskreis.
Zu den Referenten zählen die Architektin Iris Thyroff-Krause und Johann Fuhlendorf von der Kaltenkirchener Bank, der Finanzierungsfragen beantworten wird. Außerdem haben Immobilienfachleute vom Bauverein und Ulrich Mildenberger vom Pflegestützpunkt zugesagt. "Auch Handwerksbetriebe, die Umbauten durchführen können, sind eingeladen, Fragen der Zuhörer zu beantworten und eigene Vorstellungen zu entwickeln", sagt Renate Amthor. Über die Realisierung des Wohnprojekts Stubbenpark an der Schmalfelder Straße können sich Interessierte im Foyer des Rathauses informieren.
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Die Wohnung fürs Alter umbauen (Quelle: Berliner Morgenpost 26.011.2011)
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Berlin 26.01.2011: Schon 2030 werden 30 Prozent der Deutschen älter als 60 Jahre sein. Die Wohnungswirtschaft weiß das längst und stellt sich auf den Bedarfswandel beim Wohnen im Alter ein - der selbstnutzende Wohnungseigentümer aber kümmert sich um das Thema oft erst, wenn er wegen körperlicher Gebrechen nicht mehr so weiterleben kann wie bisher.
Denn vieles wird anders im Alter. Plötzlich passt die alte Wohnung oder das Haus nicht mehr zum eigenen Leben: Die Treppen sind zu steil, der Badewanneneinstieg ist zu beschwerlich, die Schwellen sind nicht rollstuhlgerecht. Umbauten werden nötig - und kosten Geld. Die Nachfrage nach Beratungen ist im vergangenen Jahr um 45 Prozent gestiegen, vor allem zu Umbauten von Bädern, berichtet Heide Marie Galle, Expertin der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen, die von der Verbraucherzentrale getragen wird.
Im Bad könne man eben nicht einfach Objekte umstellen wie Möbel in anderen Räumen. Das Bad sei meist der erste Raum, in dem Bewegungsmangel herrscht. Eine Badrenovierung, vielleicht mit Türverbreiterung und bodengleicher Dusche anstelle der Badewanne samt Installations- und Fliesenarbeiten kann schnell 15 000 bis 20 000 Euro kosten.
Für die Finanzierung solcher und ähnlicher Umbauten gibt es mehrere Fördertöpfe. "Die erste und wichtigste Finanzierung ist ein einmaliger Zuschuss über die Pflegeversicherung", erklärt Wolfgang Albert vom Pflegestützpunkt Reinickendorf, der zur Berliner "Koordinierungsstelle rund um das Alter" gehört. Voraussetzung ist allerdings, dass bereits eine Pflegestufe anerkannt wurde.
In solchen Fällen gibt es bis zu 2557 Euro für Umbauten. Die Kassen könnten 90 Prozent der Kosten für eine Wohnungsanpassung übernehmen - für das Anbringen von Haltegriffen im Bad, die Beseitigung von Türschwellen, die Verbreiterung von Türrahmen oder für Rampen an Hauseingängen. Die Pflege muss durch die Umbauten entweder erst ermöglicht oder erleichtert werden. Bei Mietern ist dann allerdings auch die Einwilligung des Vermieters Voraussetzung. Die Zuschüsse müssen per eingereichtem Kostenvoranschlag beantragt werden.
Günstige KfW-Kredite
Beim Finanzamt lasse sich klären, ob eine steuerliche Erleichterung wegen außergewöhnlicher Belastungen vorliegt, rät außerdem Karin Dieckmann vom Beratungszentrum für Technische Hilfen und Wohnraumanpassung in Hamburg. Wer zudem wenig Geld hat, könne auch Eingliederungs- oder Altenhilfe beim Sozialhilfeträger beantragen. Wolfgang Albert rät Bedürftigen, auch bei Stiftungen anzufragen, ob sie Gelder für altengerechte Umbauten vergeben.
Für größere Umbauten gibt es außerdem die Möglichkeit, Darlehen mit günstigen Zinskonditionen bei der staatlichen KfW Förderbank zu beantragen. Bis zu 50 000 Euro können dort als Darlehen vergeben werden. "Bei kompletten Badumbauten zum Beispiel lohnt es sich, ein Darlehen zu beantragen", sagt Albert. Außerdem bezuschusst die KfW Eigentümer von Häusern oder Wohnungen, die diese barrierefrei gestalten.
Viele der Leistungen müssen erst beantragt werden - und unter Umständen kann es dann Wochen dauern, bis einem Finanzierungsantrag stattgegeben wird. Was können Mieter oder Eigentümer also tun, wenn dringende Umbauten anstehen - beispielsweise nach einem Schlaganfall und der anschließenden Entlassung aus dem Krankenhaus?
"Am günstigsten ist es, wenn jemand in Vorkasse gehen kann", sagt Albert, "vielleicht auch mit der Hilfe der Familie". Das sei allerdings nur in Notfällen ratsam. Der normale Ablauf ist hingegen: Antrag stellen, die Genehmigung abwarten und erst danach mit den Umbauten beginnen. Wenn aber alles schnell gehen muss, sollte man auf jeden Fall mit der Pflegekasse sprechen und nachfragen, ob der Antrag auf Zuschüsse und die Umbauten parallel laufen können, rät Albert. Sonst droht nämlich die Gefahr, allein auf den Kosten sitzenzubleiben.
Und nötig sind Umbauten in vielen Häusern. Die meisten bewohnen ihr Eigentum bereits seit mehr als 20 Jahren, ergab eine Umfrage des Bauherren-Schutzbundes (siehe oben). Zur Hälfte vor 1978 gebaut, wurde außer notwendigen Instandsetzungen in sie kaum investiert. Geringe Bewegungsflächen, steile Treppen und kleine Bäder setzen bauliche Barrieren für altersgerechtes Wohnen, die nur mit größeren Umbauten und veränderten Grundrissen zu bewältigen sind. Ein Viertel der Befragten wohnt in Gebäuden, die zwischen 1979 und 1994 errichtet wurden und bereits einen besseren baulichen Standard haben. Doch erst die Baualtersklasse ab 1995, in der 13 Prozent leben, hat einen zeitgemäßen Komfort.
Zwei Drittel der Eigentümer hat seine Hauptwohnräume - vor allem Wohn- und Schlafzimmer - auf zwei Ebenen. Nicht nur Experten wissen, dass eine Umgestaltung zur Reduzierung von Barrieren wie die Verlagerung aller Wohnräume ins Erdgeschoss hier mit erheblichen Kosten und technischem Aufwand verbunden ist.
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Pflegestützpunkt: Beratung jetzt in neuem Büro (Quelle: Kieler Nachrichten-online 27.01.2011)
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Neumünster 27.01.2011: Der Pflegestützpunkt des Seniorenbüros ist umgezogen. Ein Grund für das Seniorenbüro einen Tag der offene Tür anzubieten. Bisher konnten Kirsten Pahl und Kai Falck vom Pflegestützpunkt ihre Beratungsdienste nur in einem beengten Durchgang innerhalb der Räumlichkeiten des Seniorenbüros anbieten
Das war keine glückliche Situation, da keine geschützte Gesprächsatmosphäre möglich war“, berichtete gestern Kirsten Pahl. Mit dem Auszug des Kinder- und Jugendbüros wurden Räumlichkeiten in direkter Nachbarschaft frei. Nur eine Haustür weiter verfügen die beiden Berater über jeweils ein eigenes Büro und einen Gemeinschaftsraum für Gruppenabende. Der Zugang zum Seniorenbüro ist durch einen Mauerdurchbruch erhalten geblieben.
Ein wesentlicher Bereich der Beratung befasst sich mit der Demenzerkrankung. Angehörige und Betroffene gleichermaßen suchen im Pflegestützpunkt Hilfe und Rat. „Bedingt durch die stetig steigende Lebenserwartung wird Demenz immer mehr zu einem zentralen Thema in unserer Gesellschaft“, berichtete Pfahl. Jeder dritte Bürger, der 80 Jahre und älter ist leide unter dieser Krankheit, erklärte die Diplomsozialpädagogin.
Neben dem Beratungsgespräch bietet der Pflegestützpunkt einen Büchertisch mit Informationsschriften an. Im Aufbau befinden sich eine themenorientierte Bibliothek und eine DVD-Filmsammlung. An drei Mittwochabenden pro Monat werden Treffen angeboten. Es wird dabei gesungen, Rätselfragen gelöst und in gemütlicher Atmosphäre über Demenz informiert.
Informationen: Tel. 04321/942-2745 und -2779; Sprechzeiten: dienstags, 9 -12 Uhr; donnerstags, 14.30-17 Uhr und nach Vereinbarung.
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Informationen rund um das Thema Pflege und Alter (Quelle: Wochenanzeiger Paderborn 27.01.2011)
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Kreis Paderborn 27.01.2011: Ein Schlaganfall, ein schwerer Sturz oder einfach nur das Alter, und plötzlich braucht der Mensch Pflege. "Wie wird sich unser Leben verändern?" Eine bange Frage, die sich viele Angehörige dann stellen, wenn ein nahestehender Verwandter absehbar oder von jetzt auf gleich pflegebedürftig wird. Wie kann ich Pflege zu Hause organisieren? Wie kann man ambulante und stationäre Angebote miteinander verknüpfen? Welche finanziellen Hilfen gibt es? An wen kann ich mich wenden, wenn ich mal Pause brauche? Kostenlose Hilfe und Unterstützung für Ratsuchende bieten seit Anfang des Jahres Christa Kröger, Beate Wippermann von der Pflegeberatung des Kreises Paderborn, Petra Kutzner von der AOK NordWest sowie Elisabeth Rudack und Markus Sieveke von der BARMER GEK im Paderborner Kreishaus. Sie sind die Gesichter des neuen Pflegestützpunktes an der Aldegreverstraße.
Der Pflegestützpunkt ist eine Anlaufstelle für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, die Möglichkeiten der Entlastung und Hilfen im Alltag suchen. In der vierten Etage, Zimmer 407 im Kreissozialamt, erhalten sie umfassende Informationen über vorhandene Hilfen, auch finanzieller Art, von der barrierefreien Wohnung über ambulante Pflege bis hin zur stationären Pflege im Pflegeheim. Die Besonderheit des "Paderborner Modells" ist ein gemeinsames Beratungsangebot der Pflegekassen AOK NordWest, der BARMER GEK und des Kreises Paderborn.
Doch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Krankenkasse ist für die Beratung nicht wichtig. "Jedem Bürger, der Rat sucht, wird geholfen", versprechen die Experten.
Davon überzeugten sich bereits rund 15 Bürgerinnen und Bürger. Sie nahmen die Hilfestellung aus einem Guss gerne an und schätzen das neue Angebot schon jetzt. "Besucher, die nach einem persönlichen Gespräch im Kreishaus noch Rückfragen hatten, haben sich unsere Telefonnummer gemerkt und wieder angerufen", erzählt Petra Kutzner von der AOK. Viele Fragen können die Experten am Telefon beantworten. Auf Wunsch schauen die Mitarbeiter aber auch persönlich im Haushalt der Betroffenen, oftmals bei älteren oder schwachen Menschen, vorbei.
Doch häufig ist die Hemmschwelle einfach zu hoch. Es fällt vielen Betroffenen nicht leicht, zum Telefonhörer zu greifen und persönliche und familiäre Dinge zu offenbaren, Hilfe anzunehmen. "Eine umfassende individuelle Beratung kann jedoch maßgeblich dazu beitragen, dass sich die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen erheblich verbessert", werben die Fachkräfte für den neuen Pflegestützpunkt. Zudem sei somit oftmals die Unterbringung in einem Heim erst einmal vermeidbar, ein möglichst langer Verbleib in den eigenen vier Wänden gewährleistet. "Sämtliche Daten werden absolut vertraulich behandelt. Informationen zum Vermögen der Hilfesuchenden, zur Höhe der Rente oder dem Sparbuch bleiben selbstverständlich bei uns", betont Wippermann.
"Meine Mutter ist plötzlich so wütend und aggressiv. So war sie früher nie. Was hat sie so verändert?". Die Antwort auf diese häufig gestellt Frage lautet: Demenz. "Spezielle Pflegekurse für Demenzkranke, auch Basispflegekurse von A bis Z, die allein der Begriffsklärung dienen, helfen dabei, erste Antworten zu finden", erklärt Markus Sieveke von der BARMER GEK. Auch individuelle häusliche Schulungen im gewohnten Umfeld, im Zuhause des Betroffenen, können Entlastung schaffen. Doch sei das Angebot oftmals draußen gar nicht bekannt, so Sieveke. Das möchten die Fachleute ändern. Ein prall gefüllter Ordner mit zahlreichen Informationsmaterialien, Ansprechpartner und Kontaktadressen von Wohlfahrtsverbänden, Ärzten oder Einrichtungen, ambulanten und privaten Pflegediensten oder hauswirtschaftlichen Hilfen liegt den Mitarbeitern des Pflegestützpunktes bei jeder Beratung zur Hand und wird ständig aktualisiert.
"Das Spannende und Schöne an unserem Beruf ist die individuelle Hilfe", so Petra Kutzner. Nie sei eine Beratungssituation gleich, jedes private Netzwerk sei anders. Und wenn auch ab und zu die "Verständigung nur mit Händen und Füßen gelingt, es klappt immer", schmunzelt die Expertin.
Erreichbar sind die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes dienstags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr in der vierten Etage des Paderborner Kreishauses oder telefonisch unter 05251/308-407. Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Pflegeberatung des Kreises Paderborn unter 05251 308 406 telefonisch erreichbar.
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Muss nicht gleich Umzug in Pflegeeinrichtung sein (Quelle: Schaumburger Nachrichten 29.01.2011)
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Bückeburg 29.01.2011: Der Beratungs- und Unterstützungsbedarf älterer Menschen hat in den zurückliegenden Jahren erheblichen Zuwachs erfahren. Anlass ist häufig das Gefühl, die eigenen Lebensumstände nicht mehr allein bewältigen zu können. Um den Betroffenen kompetent zur Seite zu stehen, hat der Landkreis im Juli 2007 den Fachdienst Altenhilfe aus der Taufe gehoben, der als zentrale Beratungsstelle für Senioren und deren Angehörige die im Kreisgebiet vorhandenen Angebote koordiniert. „Wir kümmern uns um Ihre Belange“, tat Altenhilfe-Mitarbeiterin Claudia Kuhlmann während einer Vorstellung des Fachdienstes in der Begegnungsstätte den Anwesenden kund.
„In Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen und professionellen Akteuren der Altenhilfe bieten wir fachmännische Beratung aus einer Hand. Bei uns finden Sie Rat und Hilfe“, verdeutlichte Kuhlmann, die gemeinsam mit Annelore Grope, Silke Finja Padubrin, Silke Priebe und Sigrid Stucki als Ansprechpartnerin fungiert. Im Verlauf der vom Bückeburger Seniorenbeirat organisierten Veranstaltung kam das gesamte Spektrum der Einrichtung zur Sprache. Der Fachdienst
hilft älteren, pflegebedürftigen und demenziell erkrankten Menschen,
berät Betroffene und deren Angehörige rund ums Thema „Pflege“ sowie in Kostenfragen,
ermittelt den individuellen Hilfebedarf bei Alterserkrankungen (auch in Form von Hausbesuchen),
vermittelt ehrenamtliche Senioren- und Wohnberater,
koordiniert die Unterstützungsangebote im gesamten Landkreis,
fördert Ehrenamtliche durch Schulungen und Austauschrunden,
kooperiert mit den Pflegeberatern der Pflegekassen, dem Bereich „Hilfe zur Pflege“ des Sozialamtes sowie anderen sozialen Einrichtungen und er
nimmt die Aufgaben eines Seniorenservicebüros und Pflegestützpunktes wahr.
„Die Altenhilfe“, das stellte Kuhlmann besonders heraus, „berät vertraulich, kostenlos, umfassend und neutral.“ Durch die Anbindung an das Sozialamt könnten zudem Fragen zu vorrangigen Ansprüchen wie Altenteilsverträgen oder Schenkungen sowie Unterhaltsansprüchen direkt geklärt und im Falle der Sozialhilfebedürftigkeit auch die entsprechenden Anträge vermittelt werden. Kuhlmann: „Wenn die körperlichen Kräfte nachlassen, Pflegebedürftigkeit eintritt oder die eigenständige Haushaltsführung nicht mehr möglich ist, muss nicht gleich der Umzug in eine Pflegeeinrichtung erfolgen.“ Die vom Hilfsdienst koordinierten Angebote könnten dazu beitragen, das selbstbestimmte Leben in den eigenen vier Wänden solange wie möglich aufrechtzuerhalten und eine Heimunterbringung zu vermeiden.
Der Fachdienst ist in Stadthagen unter der Rufnummer (05721) 703798 sowie per E-Mail unter der Adresse fachdienst-altenhilfe.50@landkreis-schaumburg.de zu erreichen. Sprechzeiten sind von montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und dienstags zusätzlich von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. In Bückeburg gibt es im Gebäude Bahnhofstraße 25 eine Außenstelle. Ansprechpartnerin Ursula Nolte hat die Telefonnummer (05722) 891898, Kernsprechzeit ist dienstags von 15 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr.
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Wenn aus Pflege eine Tortur wird (Quelle: FAZ 31.01.2011)
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Gewalt im Heim oder im Haus ist oft unterschwellig. Hilfsbedürftige und Pfleger quälen sich oft wechselseitig. Und mit der steigenden Zahl an Pflegefällen werden immer öfter Grenzen überschritten.
31. Januar 2011: Es gibt Gewalt in der Pflege, die öffentliche Skandale provoziert. Und es gibt die Übergriffe, dazu gehören die meisten, die mit weniger schweren Misshandlungen oder Ausbeutungen verbunden sind, die aber deswegen nicht weniger harmlos sind. Gewalt zwischen Pflegenden und Patienten ist zumeist eine Aneinanderreihung von mehr oder minder schweren Handgreiflichkeiten, Kränkungen, Unterlassungen und Nötigungen, die dem körperlichen und seelischen Wohl der Bedürftigen schaden.
Diese Formen von Gewalt entstehen situationsgebunden und laufen oft nach dem gleichen Muster ab. Die Pflegebedürftigen kooperieren nicht bei einer als notwendig erachteten Pflegemaßnahme und werden angeschrien, geschubst und geschlagen. Oder: Die Beziehung zwischen der Pflegekraft und dem Pflegebedürftigen ist belastet, und die Pflegebedürftigen werden bloßgestellt, gekränkt und in ihrem Schamgefühl verletzt.
Häufige Übergriffe
Thomas Görgen von der Deutschen Hochschule für Polizei in Münster möchte am liebsten ganz auf den Begriff der Gewalt in der Pflege verzichten. Der Begriff werde schnell auf körperliche Misshandlung und auf kriminell motivierte Taten reduziert, so der Psychologe. Er hat empirische Daten zu Gewalt- und Kriminalitätserfahrungen von Hochbetagten und Pflegebedürftigen erhoben. Bei einer der Befragungen gaben annähernd vierzig Prozent der ambulant tätigen Pflegekräfte an, sich im zurückliegenden Jahr mindestens einmal problematisch gegenüber Pflegebedürftigen verhalten zu haben. 18 Prozent räumten häufigere Übergriffe und eine größere Bandbreite an Vorfällen ein.
Von den pflegenden Angehörigen gaben 53 Prozent mindestens einen Übergriff in den letzten zwölf Monaten zu. „Wir sprechen von Problemverhalten. Das macht deutlich, dass es sich bei diesen Vorfällen um ein hinsichtlich ihrer Schwere sehr breites Spektrum an Übergriffen handelt“, so Görgen. Härter wird es, wenn Alkohol zur Bewältigung pflegebedingter Belastungen eingesetzt wird, wenn regelmäßig Demenzkranke betreut werden und wenn Pflegekräfte oder pflegende Angehörige von dem Pflegebedürftigen ihrerseits Übergriffe erfahren.
Oft versagen die klassischen Täter- und Opfer-Kategorien. Auch Pflegebedürftige haben Machtmittel. Diese reichen von mangelnder Anerkennung für die geleistete Arbeit bis hin zum gezielten Einkoten. Der Bonner Gerontopsychiater Rolf Dieter Hirsch von der LVR-Klinik setzt sich seit Jahrzehnten gegen Gewalt in der Pflege ein. Unter dem Namen „Handeln statt Misshandeln“ hat er vor dreizehn Jahren die Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter gegründet. Diese Initiative war die erste Einrichtung in der Bundesrepublik, die über ein Notruftelefon für bedrohte alte Menschen und ihre Angehörigen verfügte. „In der häuslichen Pflege kommt es oft zu einer Pattsituation. Pfleger und Gepflegte werden in wechselseitiger Weise gewalttätig.“ Hirsch möchte den Pflegenden Strategien an die Hand geben, mit denen Krisensituationen entschärft werden können. In der psychosomatischen Medizin und der Hospizarbeit sei dies seit langem üblich.
Nach dem sechsten Altenbericht der Bundesregierung erhielten 2007 insgesamt 2,25 Millionen Pflegebedürftige Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Weitere 4,5 Millionen Menschen waren auf Unterstützung angewiesen. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 vermutlich auf 3,37 Millionen angestiegen sein wird. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Menschen in Zukunft erst in höherem Lebensalter gepflegt werden müssen, könnte die Zahl noch bei drei Millionen liegen, zwanzig Jahre später bei 3,76 Millionen. Gleichzeitig wird die Zahl derer, die eine häusliche Pflege übernehmen können, zurückgehen.
Es fehlt an bundesweiten Krisentelefonen
Die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pflegekräfte und Ärzte müsse dringend verbessert werden, fordert Görgen. Es dürfe auch keine Bewegungseinschränkungen mehr durch Fesselungen oder ruhig stellende Medikamente geben. Viele Pflegeeinrichtungen hätten inzwischen gezeigt, dass solche Maßnahmen verzichtbar seien. Es fehlt offensichtlich auch an bundesweiten Krisentelefonen. Es gibt bislang nur lokale oder regionale Angebote, die sehr unterschiedlich finanziert werden.
Einige Landesärztekammern haben inzwischen auch einen Leitfaden gegen Gewalt in der Pflege veröffentlicht. Damit sollen die Hausärzte sensibilisiert werden. Ein ähnliches Ziel verfolgt auch ein Fragebogen der Weltgesundheitsorganisation. In der Praxis habe sich dieser Fragebogen allerdings nur bedingt bewährt, so Görgen. Die Fragen seien zu komplex geworden, um von den Pflegebedürftigen verstanden zu werden. Außerdem werden die Ärzte für diese Tätigkeit nicht ausreichend bezahlt. Eine Abrechnungsziffer für eine kritische Situationsanalyse gibt es nicht.
Recht auf menschenwürdige Pflege per Gesetz
Übergriffe sind bei alten Menschen ohnehin schwerer zu erkennen als bei anderen Altersgruppen. Viele Pflegebedürftige können wegen einer Demenz keine Angaben zur Sache machen. Im Alter können gewisse Blessuren auch durch Krankheiten verursacht werden. Knochenbrüche können zum Beispiel auf einen Sturz nach einer Schwindelattacke zurückgehen, Blutungen unter der Haut können durch eine empfindliche Altershaut oder die Einnahme spezieller Medikamente bedingt sein.
Konkrete Empfehlungen für den juristischen Gewaltschutz in der Pflege existieren seit Jahren. Sie wurden beim 16. Deutschen Familiengerichtstag vor einigen Jahren formuliert und an die Politik herangetragen. Eine Empfehlung sieht vor, das Recht auf eine gewaltfreie, menschenwürdige Pflege gesetzlich zu verankern, ähnlich dem Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung. Man habe aus der Diskussion um den Kinderschutz gelernt, dass sich das Wohl einer systematisch schwächeren Person nicht allein durch Hilfsangebote, Fürsorgepflichten und Strafandrohungen gewährleisten lasse, so Gisela Zenz, Familienrechtsprofessorin an der Universität Frankfurt. Man müsse bei konkreten Hinweisen auf Gewalt in der Pflege auch ermitteln und eingreifen können, so die Juristin und Psychoanalytikerin weiter.
Spannungsverhältnis zwischen Autonomie und Hilfe
Beim Kinderschutz ergeben sich diese Kompetenzen aus dem Familien- und Sozialrecht. Allerdings räumt Zenz auch ein, dass die Regelungen aus dem Kinderschutz nicht ohne weiteres auf den Gewaltschutz in der Pflege übertragen werden können. Wenn es darum gehe, gesetzliche Regelungen gegen Gewalt in der Pflege zu formulieren, müsse das Spannungsverhältnis zwischen Autonomie und Hilfe beachtet werden. Bei Missständen in Pflegeheimen greift die Heimaufsicht ein. Bei der häuslichen Pflege jedoch gibt es bislang keine Möglichkeit, gegen den Willen der pflegenden Angehörigen tätig zu werden. Es gibt bisher keine Einrichtungen, die den Frauenhäusern ähneln und in denen die Pflegebedürftigen bei akuter Gefahr kurzfristig untergebracht werden können.
Der sechzehnte Familiengerichtstag hatte außerdem vorgeschlagen, wohnortnahe Beratungsstellen für die häusliche Pflege einzurichten, die auch konkrete Hilfsangebote vermitteln. Diese Aufgaben werden in Zukunft die Pflegestützpunkte übernehmen, die derzeit bundesweit entstehen. Ein Ergebnis, das durchaus auch auf die öffentlichen Sensibilisierung zurückzuführen ist, so Zenz: „Die meisten Übergriffe sind keine Skandale, aber Skandale erzeugen öffentlichen Druck. Beim Kinderschutz sind die Gesetzgebungsverfahren auch vor allem durch Skandale vorangebracht worden.”
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Göppingen 31.01.2011: Der Pflegestützpunkt für den Landkreis Göppingen soll künftig als zentrale Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende zur Verfügung stehen. Gestern wurde er im Landratsamt feierlich eröffnet.
Das Thema Pflege wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger. Da das Pflegerisiko mit dem Alter steigt, nimmt auch die Zahl der Pflegebedürftigen zu. Der Landkreis Göppingen hat aus diesem Grund im Kreissozialamt einen zentralen Pflegestützpunkt eingerichtet. Dort sollen Rat- und Hilfesuchende künftig eine neutrale Auskunft zum Thema Pflege erhalten.
Bei der feierlichen Eröffnung am Montagmorgen vor 240 Gästen im Hohenstaufensaal des Landratsamts sagte Landrat Edgar Wolff: "Wir erleben heute ein für den Kreis Göppingen und für seine soziale Infrastruktur wichtiges Ereignis". In der zentralen Anlaufstelle sollen viele Fäden zusammen laufen. Beteiligt seien die Kranken- und Pflegekassen als Kooperationspartner sowie die Leistungserbringer und Beratungsstellen. "Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden entsteht eine neue Servicestelle für Bedürftige und ihre Angehörigen", betonte der Landrat. Die Einrichtung des Stützpunktes sei die Antwort auf den demographischen Wandel, der nicht zu unterschätzen sei. Die Zahl der gegenwärtig rund 5000 Menschen im Kreis, die Pflege benötigen, wachse bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent. "Von den pflegebedürftigen Menschen werden heute noch mehr als zwei Drittel zu Hause versorgt. Die familiären Potenziale in der häuslichen Pflege gehen jedoch deutlich spürbar zurück", sagte Wolff. Man müsse aus diesem Grund alles dafür tun, um die Versorgungsebene mit qualifizierten Beratungs- und Hilfsangeboten zu stabilisieren und zu erhalten. "Der Pflegestützpunkt leistet dabei einen wichtigen Beitrag", erklärte der Landrat.
Drei Leitgedanken fließen in die Konzeption der Anlaufstelle ein, wie Wolff betonte: "Zum einen wollen wir die ambulante Versorgung stärken und die bereits vorhandenen Beratungsangebote mit in unsere Arbeit einbeziehen." Zudem baue man auf eine enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Landkreis. "Zu den Aufgaben des Stützpunktes gehören eine wettbewerbsneutrale, umfassende und kompetente Auskunft sowie die Beratung zu den gesetzlichen Ansprüchen und Angeboten", erklärte Wolff. Ebenso finden die Betroffenen Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen. Darüber hinaus wolle die Anlaufstelle gezielte Präventionmaßnahmen erarbeiten.
Zwei Mitarbeiterinnen werden künftig für den Pflegestützpunkt verantwortlich sein: Brigitte Krüger-Wiegmann und Heike Kuhn. Beide sind mit der Krankenpflege und der Beratung von Patienten und deren Angehörigen vertraut. "Der Pflegestützpunkt ist für mich wie ein junges Bäumchen. Wir werden unser möglichstes tun, damit es sich gut entwickeln kann", sagte Krüger-Wiegmann. Dass die neue Anlaufstelle nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten stehen soll, sondern eine Vernetzung ermöglichen wolle, betonte die gelernte Krankenschwester: "Ein erfahrener Gärtner pflanzt das Bäumchen so, dass es keinem anderen das Licht nimmt." In diesem Sinne baue der Pflegestützpunkt auf eine gute Zusammenarbeit. Man wolle Parallelstrukturen vermeiden.
Der Pflegestützpunkt erhält eine einmalige Anschubfinanzierung von 50.000 Euro. Für den laufenden Betrieb beträgt das Budget maximal 80.000 Euro pro Jahr. Davon trägt der Landkreis ein Drittel, die Kranken- und Pflegekassen zwei Drittel.
Der Pflegestützpunkt ist erreichbar unter Telefon: (07161)2029110 oder 2029119. Per E-Mail: pflegestuetzpunkt@landkreis-goeppingen.de
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